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Ganz überraschend hat mich Jonas von den WP-Ninjas gefragt ob ich nicht einen Gast-Post für den Umzug von Blogger zu WordPress für seine Seite schreiben kann. Und bei dem Slogan von Seite kann ich natürlich nicht widerstehen.

Heute zeige ich, Clemens aka Guru 2.0, euch wie Ihr WordPress wieder ein bisschen besser für euch nutzen könnt. Wenn Ihr euren Blog von einem Server auf den anderen oder von einer lokalen Installation ist das an sich kein Problem, ich habe dafür sogar einen Post auf meinem Guru 2.0 Blog geschrieben. Aber dieses Mal geht es um den Umzug von Blogger zu WordPress.

Ich will weg von Blogger

Das kann ich dir gar nicht verdenken. Denn eigentlich ist es ja dein Blog und der gehört nun mal dir. Mit Blogger bist du eben von einer Plattform und auch von Google abhängig. Der Editor bei dem System ist nicht sehr komfortabel und die Optimierungswut von Google kann dich auch zur Verzweiflung bringen.

Im Gegensatz dazu bist du bei einem eigenen WordPress-Blog dein eigener Herr. Du bestimmst wie dein Blog aussieht, welche Widgets du verwendest und auch welche Bildgrößen du verwenden willst. Und wenn du mal Hilfe brauchst gibt es auch genug zu finden. Es spricht eigentlich alles für einen Umzug von Blogger zu WordPress.

Ich brauche eine neue Heimat

Domainabfrage bei Denic

Domainabfrage bei Denic

Einen kleinen Nachteil gibt es aber trotzdem: Es kostet ein wenig Geld. Aber so schlimm ist es gar nicht. Bis jetzt hast du alles von Google bekommen und nach dem Umzug von Blogger zu WordPress musst du dich darum selbst kümmern.

Zuerst musst du dir einen eigenen Domänennamen überlegen, sowas wie mein-super-blog.de. Prüfe gleich einmal ob die Domäne auch noch zu verwenden ist. Dazu gehst du auf denic.de und gibst in der Domainabfrage den Namen ein.

Nachricht Freie Domain bei Denic

Gute Nachricht, die Domain ist noch frei

Nachdem du die Abfrage abgesendet hast erhältst Du im besten Fall die Antwort, dass du die Domäne noch registrieren kannst. Falls nicht, hast du einfach Pech gehabt und jemand war schon vor dir da. Versuche einen alternativen Namen oder einfach mit oder ohne Bindestriche im Namen zu arbeiten.

Jetzt hast du schon eine Ahnung wie dein Blog nach dem Umzug von Blogger zu WordPress genannt wird. Jetzt brauchst Du auch noch ein Speicherplatz für deinen Blog, man nennt das WebSpace oder auch Hosting. Eigentlich gibt es nur drei große Hoster die in Frage kommen. Egal wen du fragst, einer wird dir HostEurope, einer wird dir All-Inkl. und ein anderer wird dir Hetzner empfehlen. Also entscheide dich selbst, die Preise liegen bei allen um rund 5,- pro Monat. Gleichzeitig mit dem WebHosting kannst du auch den ausgesuchten Domänennamen reservieren. Der ist nämlich im Preis inbegriffen.

Wir installieren deinen neuen Blog

Nachdem du das Grundstück, das WebHosting, hast musst du jetzt das Haus drauf bauen, also WordPress installieren. Das ist auch innerhalb von fünf Minuten erledigt. Aber zuvor brauchst du Informationen von deinem WebHoster. Für das übertragen von WordPress die FTP-Dateien.

  • FTP-Adresse
  • FTP-Benutzername
  • FTP-Passwort

Und für das installieren von WordPress brauchst du die SQL-Daten.

  • Name des Datenbankservers
  • Name der Datenbank
  • Name des Benutzers für die Datenbank
  • Passwort des Datenbank-Benutzers

Jetzt brauchen wir noch WordPress selbst. Diese Software kannst du dir selbst aus dem Internet auf der Seite des Blogsystems herunterladen. Damit erhältst du ein Archiv, eine sogenannte zip-Datei, auf deinem Computer. Diese musst du mit einem Doppelklick entpacken.

Servermanager von Filezilla

Filezilla Servermanager

Nun brauchst du ein FTP-Programm um die entpackte Software auf deinen WebServer zu übertragen. Ich empfehle dir dafür FileZilla. Diese Software ist frei erhältlich und funktioniert auf jedem Betriebssystem. Also schnell herunterladen und installieren.

Nach dem Öffnen startest du den ServerManager, das ist der erste Knopf in der Symbolleiste und gibst deine FTP-Daten ein. Du siehst in dem Bild oben wie es ausschauen sollte. Mit einem Klick auf Verbinden hast du eine Verbindung zu deinem WebSpace hergestellt und kannst WordPress übertragen.

filezilla-wordpress-ftp-ubertragen

Dateien mit Filezilla übertragen

Du ziehst also die Dateien aus dem WordPress-Ordner deiner Festplatte auf dem Server (WebSpace). Es kann sein, dass du das direkt in das Verzeichnis schieben kannst, oder du musst erst das passende Unterverzeichnis auswählen. Meistens heißt es httpdocs, www, htdocs oder public_html.

Wenn FileZilla die Daten übertragen hat, hast du es fast geschafft. Jetzt öffnest du einen beliebigen Browser und gibst in der Adresszeile deinen Domänennamen ein. Nun führt dich WordPress durch die sehr einfache Installation.

Die ersten PlugIns installieren

Am Anfang brauchst du eigentlich nur eine Handvoll Plugins, auch dazu kannst du auf „Mindestens ein WordPress PlugIn, dass dein Blog braucht“ mehr erfahren.

Was du wirklich brauchst ist das PlugIn „Blogger Importer Extended“. Dieses installierst du dir jetzt und dann legen wir endgültig los.

Der Umzug von Blogger zu WordPress

Nach dem du das Plugin installiert hast kannst du

  • Posts/Beiträge
  • Pages/Seiten
  • Tags/Schlagwörter
  • Comments/Kommentare
  • Images/Bilder
  • Links

importieren. Aber eine kleine Einschränkung gibt es, da die Schnittstelle von Google ein wenig eigenartig ist, laufen alle Daten über den Service des Plugin-Herstellers. Daher können nur öffentliche Teile von Blogger importiert werden. Auch kann es sein, dass die Schnittstelle (Google API) nicht erreichbar ist. Dann probiere es einfach später nochmal.

Jetzt musst du den „Blogger Importer Extended“ starten. Dazu gehst du in den Punkt Werkzeuge in der Seitenleiste deines Blogs. In der Liste kannst du nun das PlugIn mit einem Klick auf den Namen starten.

Nach dem du beim PlugIn auf Let’s Go geklickt hast, musst die das PlugIn autorisieren, dass es auf Blogger zugreifen darf. Klicke auf dem Fenster auf den blauen Zulassen-Knopf.

Sobald das PlugIn die Daten von Blogger abgerufen hat, siehst du in WordPress deinen Blog. Sobald du auf den Titel klickst, siehst du weitere Einstellungen (lass beide ruhig aktiviert) und klicke auf Start Import. Jetzt beginnt der echte Umzug von Blogger zu WordPress.

Wenn du viele Daten hast, dauert der nächste Schritt ein wenig länger. Denn jetzt wird eine Information nach der anderen von dem alten Blog abgeholt und in deinen neuen WordPress-Blog übertragen.

Nachdem alle Balken blau sind, verschwindet das Fortschrittsfenster und wird ersetzt. Jetzt legst noch den Autor für die Beiträge fest. Du kannst einen existierenden Benutzer auswählen oder einen neuen Autor anlegen und ihn mit Assign Autors den Beiträgen zuordnen.

Als letztes solltest du noch die Autorisierung widerrufen. Dazu klickst du einfach auf den Knopf Remove Authorization. Nun könntest du das PlugIn noch deaktivieren wieder deinstallieren. Es ist immer eine gute Idee in WordPress die Anzahl der installierten PlugIns auf das absolut notwendige Mass beschränken.

Den alten Blog weiterleiten

Den alten Blog solltest du nach dem Umzug von Blogger zu WordPress nicht löschen. Denn du solltest die Besucher auf deinem alten Blog noch zu deiner neuen Heimat weiterleiten. Das hat aber auch den Vorteil, dass die Wertungen bei Google erhalten bleiben und die nicht wieder bei null beginnen musst. Dazu musst du das Plugin SEO Blogger to WordPress using 301 Redirection installieren.

Dieses PlugIn generiert dir den passenden Code, welche du bei Blogger in die klassische Vorlagen einfügen musst. Nachdem du alle Optionen aktiviert hast, klickst du auf Änderungen übernehmen. Nun kannst du den Code in den alten Blogger-Blog kopieren. Dafür gehst du in das Dashboard und klickst auf Vorlage. Dort kopierst du in Vorlagen-HTML bearbeiten diesen Code. Sobald du gespeichert hast ist der Umzug von Blogger zu WordPress vollzogen. Jetzt kommen auch die Besucher des alten Blogs auf deine neue Seite.

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  • NIcole

    Gerade schlage ich mich mit diesem Thema herum und komme zu keinem Ergebnis. Über den Service meines Webhosters hat sich die WP-Version 4.5.3 recht komfortabel installieren lassen. Mein erster Importversuch galt dem Blogger-Importer. Nur habe ich dann festgestellt, dass der nur Versionen bis 4.3.5 unterstützt-also habe ich mir diese WP-Version installiert. Leider hat der Import der XML dann auch nicht geklappt. Hochgeladen wird eine Datei, weiter geht nichts. Auch mit dem Blogger Importer Extended komme ich nicht weiter, die Verbindung zu meinem Blog kommt nicht zustande. -laut Plugin-Beschreibung werden hier wieder nur WP-Versionen bis 4.2.9 unterstützt. Kann da das Problem liegen-oder funktioniert der Extended auch für höhere WP-Versionen? LG Nicole

    • Clemens Gull

      Hallo Nicole!
      Eigentlich funktionieren die Importer auch mit der aktuellsten Version (die Angaben sind immer nur so gut wie die AnwenderInnen es bestätigen).
      Unter Umständen musst du die XML-Datei zwei Mal importieren das es klappt. Einmal ohne Anhänge und einmal mit Anhängen. Und achte auch darauf, dass die Dateiberechtigungen alle richtig gesetzt sind.

      • Nicole

        Danke zunächst erstmal, Clemens. 🙂 Ich habe nach den Zugriffsrechten geschaut-der upload-Ordner hat 755 eingestellt. Ich habe jetzt nochmal einen Test gemacht und versucht meine bei Google heruntergeladene xml auf ein Blogger-Blogfragment von mir einzuspielen. Funktioniert auch nicht-vielleicht liegt es ja auch an dieser Datei… Anhänge hat die nicht(wo fände ich die?)-es ist einfach eine xml von 10 MB Größe. Ich muss auch dazu sagen, dass mein Blog über 500 Posts groß ist und sicher auch eine Riesen Datenmenge mitbringt. Gibt es Alternativen zu diesen Import-Plugins?

        • Clemens

          Da liegt dein Problem: In der Größe der Datei! Wahrscheinlich darfst du nur maximal 2MB hochladen.
          Trag folgendes in die .htaccess-Datei ein und es wird hoffentlich klappen.

          php_value upload_max_filesize 64M
          php_value post_max_size 64M
          php_value max_execution_time 300
          php_value max_input_time 300

          • Nicole

            Ich habe mir die htaccess mal angesehen-da steht u.a. auch drin:

            # BEGIN disable XML-RPC for security reasons by KONTENT

            Order Deny,Allow
            Deny from all

            # # END disable XML-RPC for security reasons by KONTENT

            Könnte das eventuell auch Probleme machen, oder kann ich das so lassen?

  • Jonny

    Hallo,

    klappt bisher soweit alles super, bis auf einen Blogger-Post wird alles weitergeleitet.

    1) Ich hätte allerdings noch zwei Fragen: wie kann ich Seiten aus Blogger weiterleiten?
    2) Wenn ich eine alte Blogger-URL bei redirect-checker.org reinjage, dann zeigt es mir lediglich ein 302 an, was natürlich nicht gerade schön ist, vor allem nicht aus SEO-Sicht. Woran liegt das? Ist was falsch eingestellt?

    Danke