6 Tools für deine Blogvermarktung

Blogvermarktung Tools

Allein mit dem Schreiben von Blogbeiträgen und der Administration Deiner WordPress-Installation ist es leider nicht getan: Damit Bloggen so richtig Spaß macht (und Dir auch den gewünschten Erfolg bringt), brauchst Du Leser. Möglichst viele Leser!

Jetzt könntest Du sagen, die kommen schon über die Suchmaschinen, schließlich lernst Du ja hier bei den WP-Ninjas, was Du alles tun musst, um Deine Beiträge bei Google gut zu positionieren.

Moment! Wer schreibt denn hier? Dieser Beitrag ist ausnahmsweise einmal nicht von Jonas, sondern ein Gastbeitrag von mir, Birgit von Marketing-Zauber. Mehr über mich erfährst Du in der Autorenbox am Ende des Beitrags.

Also, Suchmaschinenoptimierung, kurz: SEO, funktioniert – dauert aber seine Zeit. Du willst natürlich schon schneller Leser haben.

Die Lösung dieses Problems kennst Du auch schon. Du teilst Deine Beiträge in den Social Media.

Wenn das alles nur nicht so viel Zeit kosten würde!

Aber das Internet wäre nicht das Internet, wenn es für dieses Problem keine Werkzeuge gäbe. Die in meinen Augen interessantesten stelle ich Dir in diesem Beitrag vor und gehe kurz auf ihre Vor- und Nachteile ein. Am Ende gibt es dann noch zwei Extratipps.

Hootsuite

Hootsuite ist quasi die grande old dame der Social Media Planungstools. Die Eule kann viel, ist sehr gut dokumentiert, hat eine große Fangemeinde. Super an Hootsuite finde ich, dass man die Posts wirklich auf die Minute genau planen kann – und nicht nur auf fünf Minuten gerundet wie in vielen anderen Tools.

Posts können gleichzeitig in verschiedene soziale Netzwerke geteilt werden, das spart Arbeit.

Blogvermarktung Screenshot Hootsuite

Nur amerikanischer Kalender und Uhrzeitformat bei Hootsuite

Ziemlich lästig finde ich aber die Tatsache, dass die Planung nicht auf deutsche Gewohnheiten (Woche startet am Montag und die 24-Stunden-Uhr) umgestellt werden kann. In einer eingeschränkten Version kann Hootsuite kostenfrei genutzt werden. Willst oder brauchst Du dann mehr (zum Beispiel mehr Netzwerke, oder auch ausführliche Statistik-Informationen) kannst Du Hootsuite kostenpflichtig aufrüsten. Ab 7,19 € netto pro Monat bei jährlicher Zahlung bist Du dann mit bis zu 50 Social Media Netzwerken und 10 Teammitgliedern dabei. Hier bekommst Du dann auch einen erweiterten Analyse-Bericht und die Möglichkeit, Deine Posts über eine Excel-Datei zu importieren. Bei mehr Analyse-Berichten wird die Hootsuite dann schnell teuer. Hootsuites Benutzeroberfläche ist seit einiger Zeit auch auf Deutsch verfügbar. Viele Anleitungen im Supportbereich allerdings nur auf Englisch. Hootsuite gibt es auch mobil als App fürs Smartphone.

 

Buffer

Auch Buffer ist schon sehr lange am Markt und ist so eine Art No-Brainer. Einen Buffer-Account kann man ebenfalls mit Einschränkungen kostenfrei nutzen. Dann bist Du aber auf 10 Posts am Tag pro Profil begrenzt. Möchtest Du mehr und vor allem auch nach Pinterest über Buffer posten, so kostet Dich das 10 Dollar monatlich.

Das Prinzip von Buffer sieht ein „festes Sendeschema“ vor, das du selbst bestimmen kannst. Außerdem hat Buffer ein „optimal timing tool„, das auch schon in der kostenfreien Version zur Verfügung steht.

Blogvermarktung Screenshot Buffer

Das Postingschema ist das Herz von Buffer

Ein einfaches Monitoring, dass heißt, ein paar Statistikdaten über die Klicks, Likes, Mentions und Retweets erhältst Du ebenfalls für über Buffer gepostete Links zu Deinen Blogbeiträgen.

Buffer gibt es nur auf Englisch, ist aber sehr einfach zu verstehen.

Auch Buffer gibt es für den mobilen Einsatz als App.

Scompler

Scompler ist mehr als nur ein Tool, um Posts in die Social Media zu teilen. Scompler ist ein umfassendes, komplexes und sehr leistungsfähiges Tool zur Redaktionsplanung.

Aber ein Planungsmodul gibt es dort auch – darum habe ich es hier in die Liste mit aufgenommen. Der Vorteil für Dich liegt darin, dass Du dann alles an einem Ort hast: Redaktionsplanung, Texte, Übersicht über die früheren Posts und eben die Möglichkeit. Posts zu planen und zu teilen.

Scompler ist eine deutsche Entwicklung, daher auch mit komplett deutscher Benutzeroberfläche und Du kannst mit Scompler ONE kostenfrei starten. Gefällt Dir Scompler gut, so empfehle ich Dir Scompler ONE+, das Du aus Scompler ONE heraus buchen kannst und das Dir noch mehr Möglichkeiten bietet – es schlägt dann mit 19,90 € netto pro Monat zu Buche.

Blogvermarktung Screenshot Scompler

So sieht das Promotion-Tool in Scompler aus.

Auch Scompler bietet Dir Reports und Statistiken, allerdings nicht auf die Interaktionen bezogen, sondern auf Deine Blogbeiträge, zum Beispiel, wie viele Beitragstypen Du in einem gegebenen Zeitraum produziert hast. Oder wie viele Beiträge pro Monat Du insgesamt verfasst hast.

Für Scompler ist eine mobile App zwar in Vorbereitung, doch wann die kommt, steht noch in den Sternen (oder im Projektplan von Mirko Lange).

PostPlanner

Dieses Tool ist noch recht neu am Markt, fällt durch seine sehr übersichtliche Oberfläche und einfache Bedienung auf.

Ein wenig ist PostPlanner eine Mischung aus der Hootsuite und Buffer.

Bis zu drei Profile/Gruppen kannst Du mit PostPlanner in der kostenfreien Version verbinden. Bei jährlicher Zahlung ist PostPlanner sehr preiswert.

In der günstigsten kostenpflichtigen Love-Plan-Version kannst Du bis zu zehn Profile beziehungsweise Gruppen verbinden und bekommst auch noch eine weitere interessante Werbemöglichkeit für Deinen Blog dazu: Bei allen Posts, die Du über PostPlanner planst, kannst Du ein Sharebar (Ribbon) aktivieren, das Du mit Logo, Text und Link zu Deiner Website und Deinen Facebook- und Twitter-Konten gestalten kannst. Dieses Ribbon blendet sich dann oberhalb des verlinkten Webseiten-Inhalts ein und macht bei jedem Aufruf noch mal auf Dein Angebot aufmerksam.

Sehr schöne Möglichkeiten bietet PostPlanner, wenn Du gern Beiträge von anderen postest. Dieses Kuratieren ist eine gute Sache, um mehr Abwechslung in Deine Facebook-Seite und Dein Twitter zu bringen (die Netzwerke, die Du an Postplanner anbinden kannst). Denn es ist nicht nur möglich, Beiträge von direkt in Postplanner integrierten Blogs (die leider alle englischsprachig sind) zu teilen, sondern Du kannst auch eigene Quellen – zum Beispiel von befreundeten Bloggern – einbinden und direkt aus Postplanner heraus teilen.

Blogvermarktung Screenshot Postplanner

So einfach kuratierst Du Beiträge mit PostPlanner

Cool sind auch die Möglichkeiten zum regelmäßigen Posten von Beiträgen. Wenn Du in einer Deiner Gruppen beispielsweise jeden Donnerstag einen bestimmten Post veröffentlichen möchtest, ist das hier sehr bequem einzurichten. Aber auch zurückliegende Posts kannst Du sehr schön „recyclen“.

Postplanner funktioniert nur im Browser und hat (noch?) keine App.

Social Pilot

Auf Social Pilot hat Jonas mich erst in dieser Woche aufmerksam gemacht – so dass ich mit meinem Test noch ganz am Anfang stehe. Ich wollte es aber auf jeden Fall für Dich in diesen Beitrag mit aufnehmen, denn Social Pilot bietet Dir auch in der kostenfreien Version die Möglichkeit, zusätzlich zu den üblichen Verdächtigen Facebook und Twitter auch Instagram, LinkedIn oder XING mit zu bedienen. Von daher ist es auf jeden Fall einen Blick wert, wenn diese Netzwerke für Deinen Blog interessant sind, weil sich dort Deine Zielgruppe aufhält.

Blogvermarktung Screenshot Social Pilot

So planst Du einen Post in Scoial Pilot

Mit SocialPilot kannst Du auch Posts auf Instagram planen, brauchst dafür aber die mobile App, da Instagram keine direkte Schnittstelle anbietet und darum der Post direkt über die Instagram-App erfolgen muss. Aber die SocialPilot App erinnert Dich auf Deinem Smartphone daran, so dass es nur wenige Fingertipps benötigt, den vorbereiteten Post auf die Reise zu schicken.

MeetEdgar

MeetEdgar verfolgt ein anderes Konzept als die bisher vorgestellten Planungstools. Das Herz des freundlichen Kraken sind thematische Listen, in die Du Deine Posts einträgst. Über eine Art Stundenplan wie in der Schule werden diese Listen dann von Edgar abgearbeitet.

Das ist, wenn man es einmal eingerichtet hat, was schon etwas Zeit kosten kann, sehr bequem. Denn dann musst Du Dich nur noch nach der Veröffentlichung Deines neuen Blogbeitrags einmal um den neuen Eintrag kümmern und den Rest macht Edgar.

Blogvermarktung Screenshot MeetEdgar

Der „Stundenplan“ für meine Posts auf Twitter in MeetEdgar

Diese Bequemlichkeit hat leider ihren Preis. Du kannst Edgar kostenlos für 30 Tage testen – aber! Der Monatsbeitrag wird sofort von der Kreditkarte, die Du angeben musst, abgebucht. Wenn Du Dich dann vor dem Ablauf der 30 Tage gegen Edgar entscheidest, erhältst Du Dein Geld zurück. Bleibst Du dabei, hast Du bereits den ersten „Probemonat“ schon mitbezahlt. Und das ist nicht wenig. Im Moment steht Edgar nur auf einer „Einladungsbasis“ zur Verfügung. Der monatliche Preis liegt bei bei 79 $.

Extra-Tipp: Trello

Keines der vorgestellten Tools kann in Facebook-Gruppen, in denen Du nur Mitglied und nicht Admin bist, posten. Das ist auch gut so – stell‘ Dir sonst mal den Spam vor, der sonst die Gruppen überschwemmen würde!

Doch gerade Facebook-Gruppen sind anfangs, wenn Du noch wenig Fans hast und auch Dein Anzeigenbudget beschränkt ist, eine gute Möglichkeit, zielgruppengenau auf Deine Blogbeiträge aufmerksam zu machen. Natürlich musst Du die Gruppenregeln beachten, nicht jeder Administrator schätzt es, wenn Du ungefragt Deine Blogbeiträge in seiner Gruppe postest. Dazu habe ich in meinem Beitrag zu Facebook-Gruppen ausführlicher geschrieben.

Blogvermarktung Screenshot Trello

Wiederverwertbare Checkliste für Gruppenposts mit Trello

In vielen Facebook-Gruppen gibt es aber spezielle Posts, meist wöchentlich, in denen Du Deinen aktuellen Blogbeitrag bekannt machen darfst. Doch schnell verliert man hier den Überblick: Wann durfte ich noch mal wo posten? Um hier die Kontrolle zu behalten, nicht mehrfach zu posten und auch nichts zu vergessen, empfehle ich Dir Trello. Denn hier kannst Du eine Checkliste mit den Gruppen als Vorlage (Template) anlegen, die Du dann jederzeit in die Kärtchen zu Deinen Blogbeiträgen kopieren kannst. Hast Du in eine Gruppe gepostet, hakst Du den Punkt in der Checkliste ab.

Ein Traum wäre eine Schnittstelle von Trello zu einem der zuvor vorgestellten Tools – vielleicht kommt ja mal ein Programmierzauberer daher, der das ermöglicht. Bis dahin musst Du mit Copy and Paste für die vorbereiteten Posts arbeiten. Ich nutze dazu das Beschreibungfeld im Trello-Kärtchen, da beim Hineinklicken der komplette Text markiert ist, geht das so sehr schnell und effizient.

Extra-Tipp: Testen der Vollversion

Nahezu alle der genannten Tools (außer MeetEdgar) bieten Dir neben einem kostenlosen Zugang auch eine Möglichkeit, die Funktionen zu testen, die nur in den Bezahlversionen möglich sind.

Das wird gleich gern ganz zu Beginn gemacht – natürlich mit dem Hintergrund, Dir die Vollversion gleich von Anfang an so schmackhaft zu machen, dass Du die dann auf jeden Fall behalten willst, wenn die kostenfreie Testphase endet.

Gerade, weil sich kaum jemand leisten kann, alle Tools einzusetzen und Du mit geschickter Kombination mehrerer Tools unter Umständen auch gar kein kostenpflichtiges Tool einsetzen musst: Nimm das Angebot (erst einmal) nicht an! Erst, wenn Du Dich mit dem Tool besser auskennst, es regelmäßig schon in der kostenfreien Version verwendest und Dir dann vielleicht die eine oder andere Funktion fehlt, nutzt Du das Angebot einer kostenlosen Premium-Testphase.

So bist Du nicht gleich von Anfang an von einer Vielzahl von Möglichkeiten verwirrt und Du kannst Dir auch sicher sein, dass Du das Tool auch wirklich magst und weiterhin einsetzen wirst. Denn obwohl der Preis gerne als Monatspreis angegeben wird: Oft ist eine Vorauszahlung für das ganze Jahr erforderlich, um rechnerisch auf diesen Beitrag zu kommen. Zahlst Du wirklich monatlich, um flexibler zu sein, ist der Preis oft deutlich höher. Oft genug habe ich aber nach einigen Wochen feststellen müssen, dass ich ein Tool vielleicht gar nicht so toll finde. Oder dass etwas Neues auf dem Markt ist. Das Bessere ist bekanntlich der Feind des Guten!

Zum Schluss


pro
Ich hoffe, dass Dir dieser Gastbeitrag gefallen hat. Entstanden ist er, weil Jonas und ich schon länger mal vor hatten, gegenseitig einen Gastbeitrag zu verfassen. Ausgelöst durch Markus Cerenaks sechste Aufgabe in der Challenge BlogMomentum habe ich dann mal den Anfang gemacht. Wenn Dir der Beitrag gefallen hat, besuch mich doch mal auf Marketing-Zauber!

Birgit Schultz

Birgit Schultz ist Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 ist sie im Marketing tätig, seit 2003 als selbstständige Marketing-Beraterin. Ihr persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeigt sie Dir, wie Du Dein Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

4 Kommentare

  1. Pingback: Heute gehe ich mal fremd ...

  2. David Goebel   •  

    Danke Birgit für diesen Artikel, so konnte ich alle Tools, die du mir beim leckeren chinesischen Essen genannt hast, nochmal in Ruhe betrachten.

    Viele SinnSTIFTende Grüße,
    David

    • Birgit   •     Autor

      Hallo David,
      passt gut, nicht wahr? Und sogar noch ein paar Tools mehr, denke ich. 🙂
      Zauberhafte Grüße
      Birgit

  3. Pingback: Landstraßen und Autobahnen - meine Social Media Strategie

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