// CompleteRegistration // Track when a registration form is completed (ex. complete subscription, sign up for a service) fbq('track', 'CompleteRegistration');

Die Artikelserie der SEO Grundlagen, die jeder WordPress Blogger kennen muss geht in die nächste Runde. Es geht um das richtige Keyword für deine Artikel. Denn es bringt dir alleine überhaupt nichts, wenn du deine Artikel mit den richtigen Überschriften, Title Tags und Texten für Suchmaschinen optimieren kannst.

Du brauchst das richtige Keyword.

Ohne das richtige Keyword oder die richtige Suchphrase, kannst du deinen Artikel nicht sinnvoll optimieren und wirst keinen Anstieg deiner Positionen bei Google erreichen.

Wenn du diesen Artikel gelesen hast, wirst du wissen:

  • Was es für Arten von Suchanfragen es gibt
  • Was longtail und shorttail bedeutet
  • Wie du Keywords recherchierst und analysierst
  • Wie du das richtige Keyword findest

Arten von Suchanfragen

Um das optimale Keyword für deinen nächsten Artikel herauszufinden, musst du zunächst einmal wissen, dass es unterschiedliche Arten von Suchanfragen gibt. Je nach Art der Suche, hat der Nutzer unterschiedliche Absichten. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen drei verschiedenen Arten von Suchanfragen:

1. Informationsorientierte Suchanfragen

Eine gute Nachricht! Zumindest für den Großteil der Blogger, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit anderen teilen möchten.
Die meisten Suchanfragen bei Google haben Informationen zum Ziel.

Google Knowledge Graph

Suchergebnisseite bei informationsorientierten Keywords mit Knowledge Graph und ohne Adwords Werbung

Bei etwa 60% der Suchen möchte ein Nutzer weiterführende Informationen zu einem bestimmten Thema erhalten. Häufig fällt bei den Ergebnistreffern solcher Suchanfragen auf, dass wenig oder keine Google Adwords Werbung gebucht ist. Oft wird auch der Google Knowledge Graph eingeblendet und Wikipedia befindet sich an einer der ersten Positionen.

Diese informationsorientierten Suchanfragen sind die wichtigsten für uns Blogger. Wir bieten Antworten auf Fragen von Nutzern und haben mit diesen ca. 60% aller Suchanfragen gute Karten, Mehrwert zu liefern.

Beispiele:

„französische Revolution Dauer“
„Kann ein Königspinguin fliegen?“

2. Navigationsorientierte Suchanfragen

Bei diesen Suchanfragen werden beispielsweise Internetadressen eingegeben, an die sich der Nutzer zum Teil erinnert. Das heißt, dass er die Adresse nicht mehr komplett weiß, sich unsicher bei der Schreibweise ist oder die Endung vergessen hat. Das Ziel des Suchenden ist, bei diesen etwa 20% aller Anfragen, auf eine gewisse Seite weitergeleitet zu werden, ohne die richtige Adresse zu kennen.

Beispiele:

„Microsoft . com“
„Amason.de“

3. Transaktionsorientierte Suchanfragen

Die restlichen ca. 20% der Suchen werden mit einer klaren Kaufabsicht getätigt. In diesem Fall möchte der Nutzer etwas kaufen und sucht hierfür einen Online-Shop, Marktplatz oder ähnliches. Diese Suchanfragen haben normalerweise einen hohen Wettbewerb.

Beispiele:

„Bettgestell kaufen“
„Staubsauger günstig online kaufen“

Longtail und Shorttail Keywords

Kommen wir nun zu der Unterscheidung zwischen zwei den zwei Arten von Keywords. Longtail und Shorttail-Keywords unterscheiden sich, wie der Name schon vermuten lässt, in ihrer Länge. Suchanfragen mit mehreren Wörtern werden als Longtail-Keywords bezeichnet. Kurze Anfragen mit einem, zwei oder drei Wörtern sind sogenannte Shorttail-Keywords.

Longtail-Keywords

Wir Blogger lieben Longtail-Keywords. Sie bieten uns die Möglichkeit, mit verhältnismäßig kleinen Websites und wenig Aufwand, gute Positionen bei Google zu erhalten.

Je mehr Wörter eine Suchanfrage enthält, desto seltener wird mit dieser gesucht. Durch wenige Suchanfragen pro Monat, gibt es nur geringen Wettbewerb. Je geringer der Wettbewerb, desto einfacher kann eine gute Position bei Google erreicht werden.

Und nicht nur der niedrige Wettbewerb ist ein großer Vorteil der langen Suchanfragen. Durch die sehr spezifische Wahl der Frage des Nutzers kannst du sehr gut deine Zielgruppe erreichen. Hierfür musst du nur herausfinden, welche Fragen deine potenziellen Leser stellen.

Beispiel:

„Wie viel Körperfett habe ich“ wird bei Google monatlich etwa 170 Mal gesucht. Keine hohe Zahl, deswegen gibt es hier auch nur geringen Wettbewerb.

Longtail-Keywords werden selten gesucht, wodurch es einen niedrigen Wettbewerb gibt und es einfach ist, eine gute Position zu erreichen.

Shorttail-Keywords

Das Gegenteil der Longtails sind die Shorttail-Keywords. Diese bestehen aus nur wenigen Wörtern und werden sehr häufig gesucht. Durch diese Suchhäufigkeit sind entsprechend viele Websites auf dieses Shorttail-Keyword optimiert, wodurch der Wettbewerb sehr hoch ist. Hoher Wettbewerb führt hier zu nur sehr schwer zu erreichenden guten Positionen bei Google.

Bei solch kurzen Suchanfragen gibt es zudem häufig eine große Anzahl an Streuverlusten. Mit nur einem, zwei oder drei Wörtern kann eine Suche mehr als nur ein Ziel haben. Dadurch passiert es gezwungenermaßen, dass viele der Suchenden gar nicht zur eigentlichen Zielgruppe gehören.

Beispiel:

„Körperfett berechnen“ wird ca. 2.900 Mal pro Monat gesucht und bietet somit hohes Potenzial für viele Besucher. Dementsprechend ist auch die Konkurrenz hoch.

Shorttail-Keywords werden häufig gesucht, wodurch es einen hohen Wettbewerb gibt und gute Positionen nur schwer zu erreichen sind.

Keywordrecherche in 3 Schritten

Nachdem du die verschiedenen Arten von Suchanfragen und Keywords kennen gelernt hast, kümmern wir uns jetzt um die eigentliche Keywordrecherche. Da du vermutlich, genau wie ich auch, nicht unbedingt auch noch Geld hierfür ausgeben willst, habe ich die Anleitung mit kostenlosen Tools zusammengestellt. Man kann diese drei Schritte mehr oder weniger ausführlich durchziehen. Wichtig ist nur, dass du überhaupt eine Keywordrecherche durchführst.

Du bekommst durch die gefundenen Suchanfragen nicht nur potenzielle Keywords, auf die du optimieren kannst, du bekommst auch einen Einblick in die Denkweise deiner Leser. Häufig wirst du auch in den vielen Suchphrasen Inspiration für neue Artikel finden.

1. Brainstorming

Zunächst einmal öffnest du dir eine neue Excel Datei. Jetzt trägst du hier alle Begriffe und Suchphrasen ein, die dir zum Thema deines nächsten Artikels einfallen. Mir hilft es immer sehr, eine Mindmap zu erstellen, mein Thema in der Mitte zu platzieren und im Anschluss alle möglichen Richtungen dieses Themas auszubauen.

Leider bekommt man selber immer sehr schnell einen Tunnelblick, wenn man sich intensiv mit einem Thema beschäftigt. Deswegen fragst du am besten auch noch Freunde, Bekannte oder sogar deine eigenen Leser, wie sie nach einem Artikel zu diesem Thema suchen würden.

Die Antworten trägst du nun wieder alle in deine Excel Liste ein.

2. Google Suggest & verwandte Suchanfragen

Als nächstes gibst du die Keywords in die Google Suchmaske ein, ohne Enter oder suchen zu drücken. Am besten benutzt du hierfür die Shorttail-Keywords, die sich in deinem Brainstorming ergeben haben.

Google Suggest Screenshot

Google Suggest

Nun schaust du dir an, was Google Suggest (die automatische Vervollständigung unerhalb der Suchmaske) für Suchphrasen vorschlägt. Diese werden immer wieder gesucht und deshalb vorgeschlagen.

Füge diese in deine Excel Tabelle ein (natürlich nur, wenn sie auch Sinn ergeben und zu deinem Thema passen).

Verwandte Suchanfragen zu Keyword bei Google

Verwandte Suchanfragen bei Google

Jetzt drückst du dann doch noch Enter, um nach deinem eingegebenen Keyword zu suchen. Scrolle ganz nach unten und du bekommst bis zu acht verwandte Suchanfragen zu deinem eingegebenen Keyword angezeigt.

Diese kannst du auch in deine Tabelle übernehmen.

3. Hypersuggest & Übersuggest

Zum Abschluss deiner Recherche, solltest du noch die Macht der beiden Tools Hypersuggest und Übersuggest nutzen.

Übersuggest Keyword Tool Screenshot

Übersuggest Suchmaske

Bei Übersuggest kannst du ein Keyword eingeben und dir mögliche Suchbegriffe, die dieses Keyword am Anfang enthalten, ausgeben lassen.

Hypersuggest geht sogar noch einen Schritt weiter. Dieses Tools bietet dir noch weitere Möglichkeiten. So findet es für dich Keywordphrasen, die dein eingegebenes Keyword sowohl am Anfang, als auch am Ende enthalten. Die für Blogger häufig noch weit wichtigere Funktion der W-Fragen ist ebenfalls enthalten. Gibst du also dein Keyword ein und lässt nach den W-Fragen suchen, bekommst du eine Liste mit praktischen Longtail-Keywords, die auf den W-Fragen beruhen (Wie…, Was…).

Hypersuggest Keyword Tool Screenshot

Hypersuggest Suchmaske

Für uns Blogger sind diese Frage-Keywords eine wahre Goldgrube. Einen Artikel mit der Überschrift „Wie viel Körperfett habe ich?“ zu schreiben, kann dir durch geringen Wettbewerb relativ einfach zu guten Rankings verhelfen.

Trage nun die sinnvollen Keywords aus diesen beiden Tools, oder auch nur einem, wieder in deine Excel Liste ein.

Keywordanalyse

Google Keyword Planer Screenshot

Google Keyword Planer

Puh, so jetzt hast du eine ganz schön lange Liste vor dir. Es wird Zeit, die Spreu vom Weizen zu trennen. Du brauchst jetzt den Google Keyword Planner. Mit diesem Tool können die Suchanfragen pro Monat abgefragt werden.

Großzügigerweise stellt Google dieses Tool kostenlos zur Verfügung. Du musst dich nur bei Google Adwords anmelden. Im Anschluss kannst du in der Menüleiste unter Tools den Keyword-Planer wählen.

Google Adwords Keyword Daten zum Suchvolumen und Trends abrufen

Google Adwords:
Daten zum Suchvolumen und Trends abrufen

Öffne jetzt den Tab Daten zum Suchvolumen und Trends abrufen. Kopiere einfach die Keywords aus deiner Tabelle in die Eingabemaske, stelle Standort und Zeitraum ein und klicke auf Suchvolumen abrufen.

Das Tool gibt dir jetzt die ungefähren monatlichen Suchanfragen für die einzelnen Keywords aus und zeigt dir zudem den Wettbewerb an. Beachte aber, dass es sich um den Wettbewerb bei Adwords, also der bezahlten Werbung handelt. Allerdings kann man sich zu Beginn super daran orientieren.

Du kannst mit einem Klick auf die Überschrift der Spalte „Durchschnittl. Suchanfragen pro Monat“, die Keywords nach dem Suchvolumen sortieren.

So, fast fertig 🙂

Jetzt suchst du dir Keywords raus, die am besten ein Suchvolumen von 300 – 2.000 Anfragen haben und einen möglichst niedrigen Wettbewerb. Denke daran, je höher das Suchvolumen, desto mehr Websites versuchen für dieses Keyword zu ranken. Oft ist es sinnvoller, ein Keyword mit 300 Suchanfragen pro Monat zu wählen und hier auf Seite eins zu landen, als für ein Keyword mit 2.000 Anfragen auf Seite 2 oder 3 zu verschwinden…

Denn wie heißt es so schön?
Wenn du eine Leiche verstecken willst, die niemals gefunden wird, dann verstecke sie auf Seite 2 bei Google 🙂

Na das war es doch auch schon, du hast jetzt super Keywords herausgefunden, die du verwenden kannst. Fokussiere dich am besten immer auf eins davon, maximal zwei. Achte darauf, dass du mit deinem Artikel das Problem der Suchenden löst.

Los gehts mit der Optimierung!

Wenn du nicht genau weißt, wie du deine Artikel optimieren kannst, schau dir die anderen Artikel dieser SEO Grundlagen Artikelserie an.


Nächster Artikel dieser Serie

7 Linkbuilding Methoden für deinen Blog

Teilen macht Freude!

  • Alex L

    Hallo Jonas,
    danke für den hilfreichen Beitrag und was ich schon mache, ich arbeite mit der Search Console und untersuche, welche Suchanfragen es denn bei meinen Präsenzen gegeben hat. Nicht selten verblogge ich sie dann in den nächsten Beiträgen von mir. Das hilft mir manchmal, wenn ich nichts anderes für meine Blogs habe. Aber im Grossen und Ganzen versuche ich noch für die Leser zu schreiben und nutze auch etwas SEO wie mit dem WP-Plugin WordPress SEO by Yoast, welches auch etwas helfen kann.

    Den Keyword Planner vergesse ich immer wieder, hinzu zu ziehen und richte mich so nach den Themen, die verbloggt werden müssen. Meine Kommentierrunden-Themen optimiere ich nur minimal und diese sind mehr für die Leser gedacht, um neue Blogs zu finden und solche Sachen. Aber einige Artikel optimiere ich etwas mehr, wenn ich darüber gefunden werden will.

    Auch muss ich sagen, dass ich mich nicht nur mit SEO befassen möchte 🙂

    • Jonas Tietgen

      Hey Alex,

      Inspiration aus Suchanfragen zu ziehen ist genial, das mache ich auch gerne 🙂

      Natürlich sollte man sich auch nicht nur mit SEO befassen, aber um einen erfolgreichen Blog aufzubauen, muss man sich auf jeden Fall mit der Keywordrecherche auseinandersetzen. Die Optimierung der Artikel geht einem nach einer Weile in Fleisch und Blut über.

      Grüße
      Jonas

  • Ljubica

    Habe bereits einiges über Keyword-Analysen gelesen, da ich auf der Suche nach neuer Inspiration bin. Dein Beitrag ist besonders ausführlich! Wirklich sehr gelungener Artikel.

    Ich verwende nun schon länger Google Suggest und Übersuggest für meine Recherche und fahre damit sehr gut. Auch die „verwandten Suchanfragen“ sind super hilfreich und können einen auf ganz neue Ideen bringen.

  • Miriam Betancourt

    Lieber Jonas,

    durch Deine gute Arbeit bin ich zu einem echten Fan geworden. Nachdem Du Dein neues Ebook „SEO WordPress-Grundlagen für Blogger“ per Email-Marketing rumgemailt hast, habe ich sofort zugeschlagen. Email-Marketing hat also bei mir funktioniert ;-). Und jetzt werde ich noch einiges optimieren. Nun teste ich gerade Seolyze und habe eine Frage: Bei der Analyse ist mir aufgefallen, dass die Wörter Facebook, Kontakt und Newsletter zu häufig vorkommen, so dass Google meine Seite als Spam bewerten könnte. Bei dem Begriff Newsletter kann ich mir das womöglich noch erklären, aber nicht bei Kontakt und Facebook. Könnte es daran liegen, dass meine Beiträge in der Vergangenheit mit 300 bis 500 Wörter eher zu kurz waren (die neuesten sind wie von Dir empfohlen um die 1000 Wörter)? Oder hast Du eine andere Idee?

    Liebe Grüße, Miriam

  • Mr. Ralf

    Hallo Jonas, endlich mal ein Artikel der, verständlich, zeigt wie ich gute keywords für meinen Kreuzfahrt blog finde. Ich werde deine Anleitung direkt bei meinem neuesten Artikel umsetzen.
    Beste Grüße
    Mr. Ralf
    Kreuzfahrt 4.0