Wie du in WordPress Google Analytics einrichtest

In Wordpress Google Analytics einrichten

Wir kommen zum 5. Teil meiner WordPress Grundlagen Artikelserie. Ich führe dich in diesem Artikel durch die Themen WordPress, Google Analytics und rechtliche Angaben.

Möchtest du wissen, wie oft dein letzter Artikel eigentlich gelesen wurde? Über welche Quelle deine Leser zu dir stoßen? Oder auch wie lange deine Leser auf den verschiedenen Artikeln verbleiben? Das kannst du alles herausfinden mit Trackingtools wie Google Analytics. Das System dahinter ist ganz einfach: Du fügst einen kleinen Code-Schnipsel, der dir von Google Analytics vorgegeben wird, auf jeder deiner Seiten ein. Aber keine Angst, du musst nicht auf jedem neuen Beitrag und jeder neuen Seite den Code neu einfügen, das geht viel einfacher 🙂

Google Analytics per Plugin verbinden

Normalerweise bin ich ja immer dagegen, für alles mögliche ein neues Plugin zu installieren. Im Fall von Google Analytics kann es aber Sinn machen, wenn du auf einfache Art, Einstellungen vornehmen möchtest. Beispielsweise:

  • Das Tracking von ausgehenden Klicks und Downloads aktivieren
  • Eingeloggte Nutzer je nach Rolle nicht in den Daten erfassen
  • Aktivieren des Trackings von Demografie und Interessen sowie Remarketing
  • Anonymisieren der IP-Adressen von Nutzern (Pflicht in Deutschland)

Wenn du das alles nicht benötigst oder darauf verzichten kannst, rate ich dir dringend davon ab, Google Analytics per Plugin zu installieren.

Möchtest du diese Einstellungsmöglichkeiten allerdings haben, dann empfehle ich dir das kostenlose Plugin „Google Analytics by MonsterInsights„. Einfach installieren, aktivieren und mit deinem Google Konto verbinden. Danach ist dein Tracking Code automatisch auf allen Seiten eingefügt und das Tracking kann beginnen.

Das Plugin bietet dir sogar eine Übersicht mit den Daten zur Absprungrate, den Sitzungen und Auswertungen der Traffic-Quellen, beliebten Seiten und Ländern, aus denen die Nutzer kommen. Das kann ganz nützlich sein, wenn man innerhalb von WordPress, ohne sich bei Analytics einzuloggen, einen kurzen Überblick gewinnen möchte.

In den Einstellungen von „Google Analytics by MonsterInsights“ kannst du die oben aufgelisteten, und noch einige weitere  Einstellungen vornehmen.

Google Analytics ohne Plugin verbinden

Nun kommen wir zu der Anleitung, wie du in WordPress Google Analytics einrichten kannst, ohne ein Plugin zu benutzen. Das ist fast noch einfacher, als die Variante mit Plugin 🙂

Zunächst einmal loggst du dich bei Google Analytics ein. Danach klickst du in der obereren Menüleiste auf Verwalten, im Anschluss in der mittleren Spalte bei Property auf Tracking-Informationen und zum Schluss auf Tracking-Code. Hier findest du nun deinen Tracking-Code, den du auf deinen WordPress Seiten einfügen musst.

Kopiere jetzt den Tracking-Code.

Nun musst du die footer.php öffnen. Das kannst du entweder über deinen FTP Zugang oder den Editor unter Design -> Editor machen. Den Tracking Code fügst du nun vor den letzten beiden HTML Tags ein.

Hier zur einfacheren Verständlichkeit die angesprochenen HTML Tags, vor denen du Tracking-Code einfügen musst:

</body>
</html>

Es gibt auch die Möglichkeit, den Code in die header.php einzubinden, allerdings lädt dann beim Seitenaufruf dieser Code als erstes und verlangsamt die Ladezeit. Ich empfehle dir deshalb, den Code in der footer.php einzubinden, um den Code zuletzt laden zu lassen und die Seitengeschwindigkeit nicht negativ zu beeinflussen.

WordPress, Google Analytics und der Datenschutz

Ja ja, beim Thema Google Analytics gibt es ein paar Dinge zu beachten, damit rechtlich alles in Ordnung ist.

(Diese Angaben sind keine Rechtsberatung und könnten fehlerhaft sein. Die Richtlinien können sich laufend ändern.)

Anonymisierung der IP Adressen

Zunächst einmal müssen in Deutschland die IPs der Nutzer anonymisiert werden.

Wenn du in WordPress Google Analytics mithilfe des oben genannten Plugins einbinden möchtest, dann kannst du ganz einfach in den Einstellungen des Plugins unter allgemein, den Haken hinter IPs anonymisieren setzen, und schon regelt das Plugin alles für dich.

Möchtest du den Code händisch einfügen, dann musst du eine kleine Anpassung vornehmen.

Datenschutz: Tracking-Code bei „Universal-Analytics“

Nutzt du Universal-Analytics, fügst du einfach den folgenden Code mit in deinen Tracking-Code ein:

ga('set', 'anonymizeIp', true);

Der gesamte Code sollte dann in etwa so aussehen. Den Code in der 9. Zeile musst du manuell hinzufügen:


<script>
(function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){
(i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),
m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)
})(window,document,'script','//www.google-analytics.com/analytics.js','ga');

ga('create', 'UA-XXXXXXX-X', 'auto');
ga('send', 'pageview');
ga('set', 'anonymizeIp', true);

</script>

Datenschutz: Tracking-Code bei „Klassischem Analytics“

Nutzt du das klassische Google Analytics, ist der Code etwas anders. Aber auch hier musst du nur eine weitere Zeile Code einfügen:

_gaq.push(['_gat._anonymizeIp']);

Dieses Mal sieht der gesamte Code dann in etwa so aus. In Zeile 5 ist der händisch eingefügte Code:


<script type="text/javascript">

var _gaq = _gaq || [];
_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXXXX-X']);
_gaq.push(['_gat._anonymizeIp']);
_gaq.push(['_trackPageview']);

(function() {
var ga = document.createElement('script'); ga.type = 'text/javascript'; ga.async = true;
ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') + '.google-analytics.com/ga.js';
var s = document.getElementsByTagName('script')[0]; s.parentNode.insertBefore(ga, s);
})();

</script>

Möglichkeit zum Widerspruch & Aufklärung

Du musst den Nutzern deines Blogs die Möglichkeit geben, dem Tracking durch Google Analytics zu entgehen. In der Praxis wird das beispielsweise durch einen Link zum Deaktivierungs-AddOn von Google in deinem Impressum, oder besser in einer extra Seite für den Datenschutz umgesetzt.

Hier musst du auch über die Nutzung von Google Analytics informieren. Um einen Rechtstext zu bekommen, den du für deine Datenschutz-Seite benutzen kannst, schau dir am besten den kostenlosen Impressum-Generator an. Hier bekommst du nach Eingabe der benötigten Daten, einen kompletten Rechtstext zusammengestellt, den du auf deinem Blog verwenden darfst.

Kurzanleitung, wie du in WordPress Google Analytics einrichtest

  • Verbinde Google Analytics mithilfe des Plugins „Google Analytics by MonsterInsights“ oder
  • Füge den Tracking-Code aus Analytics (Verwalten -> Tracking-Informationen -> Tracking-Code) manuell in die footer.php, vor den letzten beiden HTML-Tags ein
  • Anonymisiere die IP Adressen (In den Plugin Einstellungen oder mithilfe eines Code-Schnipsels)
  • Weise auf der Seite „Datenschutz“ auf die Nutzung von Google Analytics hin
  • Biete deinen Nutzern die Möglichkeit, das Tracking zu verhindern

Jonas Tietgen

Jonas ist leidenschaftlicher Blogger und Gründer von wp-ninjas.de. Wenn er nicht gerade an seinem eigenen Blog arbeitet oder anderen Bloggern hilft, echte WordPress Ninjas zu werden, verbringt er seine Zeit mit Basketball und Tennis - egal ob zuschauen oder selber spielen.

17 Kommentare

  1. Hallo Jonas,

    du scheinst immer genau die Artikel zu schreiben, die ich gerade brauche =)
    Allerdings machte die Authentifizierung des Plugins bei mir einige Probleme und auch die Darstellung funktioniert nicht wirklich gut im Dashboard. Sowohl in Firefox als auch in Opera, dürfte also kein Browser-Problem sein.

    Und dann hab ich noch eine andere Analytics-Frage: Ich möchte gerne die Suchbegriffe sehen, mit denen meine Seite gefunden wird. Dafür soll ich die Search-Console einrichten… und da hapert es dann wieder.

    Hach, irgendwie war das mit meinem privaten Blogspot-Blog alles viel einfacher… -.-

    Viele Grüße
    Lisa

    • Jonas Tietgen Jonas Tietgen   •     Autor

      Hi Lisa,

      das freut mich 🙂

      Probiere es doch mal in Chrome aus. Bei mir funktioniert allerdings auch alles in Firefox…

      Hast du die Search-Console denn schon mit deinem Blog verbunden?

      Grüße
      Jonas

      • Huhu Jonas,

        das hab ich versucht, aber irgendwie will das nicht. Denke, ich mache alles, was er mir sagt, aber es ändert sich nichts… Vielleicht sollte ich mir wirklich Chrome dafür zulegen, und Opera rausschmeißen. Der PC wird aber sowieso bald ganz neu aufgesetzt, vielleicht lösen sich damit ja schon die Probleme *lach*

          • Jonas Tietgen Jonas Tietgen   •     Autor

            Hey Lisa,

            super, das klingt doch gut 🙂

            Chrome kann ich dir in jedem Fall empfehlen, einer der besten und schnellsten Browser.

            Grüße
            Jonas

  2. Tony   •  

    Hi Jonas,

    super geschriebener Artikel, 1 zu 1 umsetzbar. 🙂

    Vielleicht wäre für alle die ein Child Theme benutzen und dafür eine neue Footer Datei anlegen noch interessant zu wissen, dass der PHP Tag, der zu Anfang geöffnet wird, vor dem Script Code unbedingt mit ?> geschlossen werden muss. Sonst funktioniert es nicht 🙂 Ohne Child Theme läuft man nicht so schnell in die Falle.

    Analytics aber wirklich rechtssicher einzusetzen ist wohl leider um einiges aufwändiger 🙁 Der Artikel dazu ist bestimmt auch für dich interessant. Ist zwar schon von 2011, wurde aber immer wieder mit Updates gepflegt: http://rechtsanwalt-schwenke.de/google-analytics-rechtssicher-nutzen-anleitung-fuer-webmaster/

    Starke Grüße
    Tony

    • Jonas Tietgen Jonas Tietgen   •     Autor

      Hey Tony,

      danke für die Child-Theme Info, wird bestimmt einigen weiterhelfen 🙂

      Grüße
      Jonas

  3. Andrea   •  

    Hallo, danke, das liest sich alles super verständlich! Noch eine Frage: Ist es richtig, dass sich Google Analytics nur mit eigener Domain oder kostenpflichtigem WordPress-Account nutzen einbinden lässt? Ich finde keinen Zugang zum Footer, und Plugins gehen bei mir definitiv nicht.
    Mich interessiert, was möglich ist, bin aber noch nicht so lang dabei.
    Vielen Dank und schöne Grüße

    • Jonas Tietgen Jonas Tietgen   •     Autor

      Hi Andrea,

      nutzt du WordPress.com? Soweit ich weiß, kann dort kein Tracking Code eingefügt werden.

      Grüße
      Jonas

      • Andrea   •  

        Hallo Jonas,
        ja, ich nutze WordPress.com. Danke, das erklärt warum ich absolut nicht finden konnte, wo ich den Code einfügen könnte.
        Hab jetzt auch noch gefunden, dass das Google Analytics Plugin erst ab der Business-Version dabei ist. Das wären 23,25 Euro pro Monat, also bleibe ich erstmal bei den Statistiken, die WordPress selbst zur Verfügung stellt.

        Grüße,
        Andrea

        • Jonas Tietgen Jonas Tietgen   •     Autor

          Wenn du die selbstgehostet Variante von WordPress wählst, hättest du auch alle Einstellungsmöglichkeiten. Vielleicht ist das langfristig sowieso die beste Variante 🙂

          Grüße
          Jonas

  4. Gabriel   •  

    Hallo Jonas,

    vielen Dank für den super Artikel!

    Habe auch gleich das Plugin von MonsterInsights installiert. Hat alles gut geklappt.
    Nun möchte ich allerdings doch auf die manuelle Einbindung des Analytic-Codes umsteigen, weil ich das Gefühl habe, dass das Plugin meine Seite langsamer macht.

    Da ich mich mit dem Editor nicht so gut auskenne, hätte ich noch eine Frage:
    Wenn ich das Plugin einfach deinstalliere, sind dann auch alle Eintragungen des Plugins im Code wieder weg? Oder muss man manuell noch etwas löschen bzw. rückgängig machen?

    Vielen Dank für die Hilfe!

    VG Gabriel

    • Jonas Tietgen Jonas Tietgen   •     Autor

      Hey Gabriel,

      sobald du das Plugin installierst, wird auch der Code entfernt sein. Du musst diesen manuell einfügen, sonst wird nichts mehr getrackt.

      Grüße
      Jonas

      • Gabriel   •  

        Hi Jonas,

        vielen Dank für die schnelle Antwort. Das heißt, ich kann das Plugin einfach deinstallieren und den Code danach manuell einfügen. Danke, freut mich, dass es so einfach ist 🙂

        VG Gabriel

  5. Valerie   •  

    Hi Jonas,

    vielen Dank für den Artikel! Hat super geklappt!
    Ob das auch funktioniert, kann man übrigens rausfinden, wenn man den Firebug von Mozilla verwendet. Auf diese Erkenntnis bin ich besonders stolz, weil ich selbst herausgefunden haben 😛

    Grüsse
    Valerie

    • Jonas Tietgen Jonas Tietgen   •     Autor

      Hey Valerie,

      super, freut mich! 🙂
      Genau, das ist eine der Möglichkeiten.

      Grüße
      Jonas

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