Die meisten Tempo-Plugins setzen darauf, fertige Seiten zwischenzuspeichern. Perfmatters* geht es andersherum an: Es räumt auf. Das Plugin schaltet WordPress-Funktionen ab, die deine Website gar nicht braucht, und sorgt so dafür, dass bei jedem Seitenaufruf weniger Code geladen wird. Wichtig vorab: Perfmatters ist kein Caching-Plugin. Es ergänzt eines, ersetzt es aber nicht.
Funktionen
Perfmatters konzentriert sich darauf, den unnötigen Ballast aus WordPress zu entfernen. Vieles davon erledigst du mit einem einzigen Schalter.
Die wichtigsten Funktionen sind:
- Unnötiges abschalten: Emojis, eingebettete Inhalte, Dashicons, jQuery Migrate und ähnlicher Standard-Ballast lassen sich per Schalter deaktivieren.
- Skript-Manager: Das Herzstück. Du kannst einzelne CSS- und JavaScript-Dateien gezielt pro Seite abschalten, sodass etwa ein Formular-Skript nur dort lädt, wo das Formular wirklich steht.
- Lazy Loading: Bilder, iframes und YouTube-Videos laden erst, wenn sie in den sichtbaren Bereich kommen.
- Datenbank aufräumen: Revisionen, automatische Entwürfe, Spam-Kommentare und alte Transients lassen sich löschen und mit dauerhaften Limits klein halten.
- CDN und lokale Skripte: Perfmatters bindet ein CDN ein und kann Google Analytics lokal von deinem Server ausliefern.
Was Perfmatters bewusst nicht macht, ist das Zwischenspeichern ganzer Seiten. Dafür brauchst du weiterhin ein Caching-Plugin. Beide zusammen ergeben aber ein starkes Gespann.
Nutzerfreundlichkeit & Oberfläche
Die Oberfläche von Perfmatters ist angenehm aufgeräumt. Die Optionen sind in Reiter sortiert, und der Großteil besteht aus simplen Ein-Aus-Schaltern. Wenn du nur die offensichtlichen Bremsen lösen willst, bist du in wenigen Minuten durch.
Der Skript-Manager ist eine andere Geschichte. Er ist mächtig, verlangt aber, dass du verstehst, welche Datei wozu gehört. Schaltest du das Falsche ab, fehlt plötzlich eine Funktion auf der Seite. Für Einsteiger ohne technisches Gespür ist dieser Bereich nichts, für alle anderen ist er Gold wert.
Die Oberfläche ist komplett auf Englisch. Das ist bei den meist kurzen Bezeichnungen verkraftbar, einen deutschen Umschalter gibt es aber nicht.
Preis und Preisstruktur
Perfmatters gibt es ausschließlich als Bezahlversion, eine kostenlose Variante existiert nicht. Die Lizenz für eine einzelne Website kostet rund 25 $ pro Jahr, für mehrere Websites gibt es gestaffelte Pakete.
In jeder Lizenz ist der volle Funktionsumfang enthalten, es gibt also keine künstlich beschnittene Einstiegsversion. Für den Preis bekommst du ein Werkzeug, das auf vielen Websites spürbar etwas bringt.
Vorteile
- Macht WordPress spürbar schlanker und ergänzt jedes Caching-Plugin
- Der Skript-Manager erlaubt sehr gezielte Optimierung
- Aufgeräumte Oberfläche, die meisten Optionen sind Ein-Klick-Schalter
- Datenbank-Aufräumen mit dauerhaften Limits gegen erneutes Volllaufen
Nachteile
- Keine kostenlose Version
- Der Skript-Manager setzt technisches Verständnis voraus
- Kein Page-Caching, ein zusätzliches Caching-Plugin bleibt nötig
- Oberfläche nur auf Englisch

