WordPress Plugin Update fehlgeschlagen: Der komplette Troubleshooting Guide

WordPress Plugin Update fehlgeschlagen

Du wolltest nur schnell ein Plugin aktualisieren und plötzlich ist deine Website nicht mehr erreichbar?

Ich weiß genau, wie sich das anfühlt, mir selbst ist das in meinen vielen WordPress-Jahren auch schon passiert.

Die gute Nachricht: In den allermeisten Fällen kannst du das Problem innerhalb weniger Minuten selbst beheben.

In diesem Ratgeber zeige ich dir die 9 häufigsten Ursachen für fehlgeschlagene Plugin Updates und wie du sie Schritt für Schritt löst. Egal ob Wartungsmodus, White Screen of Death oder kritischer Fehler, hier findest du die passende Lösung.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Wartungsmodus-Problem behebst du, indem du die .maintenance Datei per FTP aus dem WordPress-Hauptverzeichnis löschst.
  • White Screen of Death entsteht meist durch PHP-Fehler oder Plugin-Konflikte, deaktiviere alle Plugins per FTP durch Umbenennen des Ordners.
  • Kritische Fehler zeigt WordPress seit Version 5.2 an und schickt dir eine E-Mail mit einem Recovery-Link zum Einloggen und weiteren Infos.
  • Memory Limit Fehler behebst du durch Erhöhen des Arbeitsspeichers in der wp-config.php auf mindestens 256 MB.
  • Updates rückgängig machen kannst du mit dem kostenlosen Plugin WP Rollback oder manuell per FTP.
  • Backups vor Updates sind Pflicht, damit du im Notfall schnell wiederherstellen kannst.
  • FTP-Zugang ist dein wichtigstes Werkzeug, wenn du keinen Backend-Zugang mehr hast.

Warum Plugin Updates fehlschlagen: Die häufigsten Ursachen

Bevor wir uns die einzelnen Probleme und Lösungen anschauen, möchte ich dir kurz erklären, warum Plugin Updates überhaupt fehlschlagen. Das hilft dir zu verstehen, was passiert ist, und wie du es in Zukunft vermeiden kannst.

Die häufigsten Ursachen sind:

  • Unterbrochener Update-Prozess durch geschlossenen Browser, Timeout oder Verbindungsabbruch
  • Zu wenig Arbeitsspeicher (Memory Limit), besonders bei größeren Plugins
  • PHP-Version Inkompatibilität zwischen Plugin und Server
  • Plugin-Konflikte, wenn sich zwei Plugins nicht vertragen
  • Fehlende Dateirechte, sodass WordPress keine Dateien schreiben kann
  • Serverprobleme wie volle Festplatte oder langsame Reaktionszeit
  • Blockierte REST API durch Sicherheits-Plugins oder Server-Konfiguration
  • Hosting-Limits wie maximale Dateianzahl (z.B. bei Strato) oder Speicherplatz

Glaube mir, das klingt erstmal viel, aber die meisten dieser Probleme sind innerhalb von 5-10 Minuten behoben.

Lass uns die einzelnen Fehler der Reihe nach durchgehen.

Problem 1: WordPress hängt im Wartungsmodus fest

Die Meldung „Kurzzeitig nicht verfügbar wegen geplanter Wartungsarbeiten“ (oder auf Englisch „Briefly unavailable for scheduled maintenance“) erscheint, wenn WordPress während eines Updates nicht ordnungsgemäß beendet wurde.

Mehr zum WordPress Wartungsmodus allgemein findest du in meinem Wartungsmodus Ratgeber.

Warum passiert das?

Während WordPress ein Plugin, Theme oder Core-Update durchführt, erstellt es automatisch eine temporäre Datei namens .maintenance im Hauptverzeichnis.

Diese Datei zeigt Besuchern während die Updates laufen eine Wartungsmeldung an. Normalerweise wird sie nach dem erfolgreichen Update automatisch gelöscht.

Wenn das Update jedoch unterbrochen wird, etwa weil du den Browser geschlossen hast oder der Server zu langsam reagiert hat, bleibt diese Datei bestehen. Deine Website ist dann im Wartungsmodus gefangen.

Lösung: Wartungsmodus manuell beenden

  1. Verbinde dich per FTP mit deinem Server. Ich nutze hierfür das kostenlose FileZilla. Falls du noch keinen FTP-Zugang eingerichtet hast, schau dir meine Anleitung zum WordPress FTP Zugang einrichten an.
  2. Navigiere zum WordPress-Hauptverzeichnis. Das ist der Ordner, in dem auch die wp-config.php liegt, häufig public_html oder htdocs genannt.
  3. Suche nach der Datei .maintenance und lösche sie.
  4. Rufe deine Website auf und sie sollte wieder funktionieren.

Wichtig: Da die Datei mit einem Punkt beginnt, wird sie von manchen FTP-Programmen als versteckte Datei behandelt. In FileZilla klickst du auf „Server“ → „Versteckte Dateien anzeigen“, um sie sichtbar zu machen.

  • WordPress erstellt während Updates eine .maintenance Datei
  • Bei Unterbrechung bleibt die Datei bestehen
  • Lösung: Per FTP verbinden und die Datei löschen
  • Versteckte Dateien im FTP-Programm anzeigen lassen

Problem 2: White Screen of Death nach Plugin Update

Der berüchtigte White Screen of Death (WSOD) zeigt dir nur eine weiße, leere Seite, manchmal mit einer kurzen Fehlermeldung, manchmal komplett blank. Das passiert, wenn ein PHP-Fehler so schwerwiegend ist, dass WordPress die Seite nicht mehr rendern kann.

Mögliche Ursachen

  • PHP-Fehler im aktualisierten Plugin
  • Memory Limit erreicht während des Updates
  • Konflikt mit anderen Plugins oder dem Theme

Lösung 1: Alle Plugins per FTP deaktivieren

Wenn du keinen Zugang zum Backend mehr hast, ist der schnellste Weg, alle Plugins auf einmal zu deaktivieren:

  1. Verbinde dich per FTP mit deinem Server
  2. Navigiere zu wp-content/plugins
  3. Benenne den Ordner plugins um in plugins-deaktiviert
  4. Lade deine Website neu

WordPress findet den Plugin-Ordner nicht mehr und lädt die Seite ohne Plugins. Wenn die Seite jetzt funktioniert, weißt du, dass ein Plugin das Problem verursacht hat.

Jetzt musst du das problematische Plugin finden:

  1. Benenne den Ordner wieder in plugins um
  2. Gehe in den Ordner und benenne jeden einzelnen Plugin-Ordner nacheinander um, um die Plugins einzeln zu deaktivieren
  3. Lade nach jeder Umbenennung die Website neu
  4. Sobald die Seite wieder erreichbar ist, hast du den Übeltäter gefunden

Lösung 2: Theme wechseln per FTP

Wenn das Deaktivieren aller Plugins nicht hilft, könnte das Theme das Problem sein:

  1. Navigiere per FTP zu wp-content/themes
  2. Benenne deinen aktiven Theme-Ordner um, z.B. von dein-theme zu dein-theme-deaktiviert
  3. WordPress fällt dann automatisch auf ein Standard-Theme wie Twenty Twenty-Four zurück

Lösung 3: Memory Limit erhöhen

Siehe Problem 4 für eine detaillierte Anleitung zur Erhöhung des Memory Limits.

  • Plugins per FTP deaktivieren durch Umbenennen des plugins Ordners
  • Einzelne Plugins nacheinander testen, um den Übeltäter zu finden
  • Bei Theme-Problemen den Theme-Ordner umbenennen
  • Memory Limit erhöhen, falls Speicher das Problem ist

Problem 3: Kritischer Fehler nach Update

Seit WordPress 5.2 zeigt dir WordPress die Meldung „Es gab einen kritischen Fehler auf deiner Website“ an, anstatt nur einen weißen Screen. Das ist eigentlich eine Verbesserung, denn WordPress versucht dir zu helfen.

Mehr Details findest du in meinem ausführlichen Ratgeber zum WordPress kritischer Fehler.

Die Recovery Mode E-Mail

Wenn dieser Fehler auftritt, schickt WordPress automatisch eine E-Mail an die Admin-E-Mail-Adresse. Diese E-Mail enthält:

  • Eine Beschreibung des Fehlers
  • Das verursachende Plugin oder Theme
  • Einen Wiederherstellungs-Link für den Recovery Mode

Der Wiederherstellungs-Link ist Gold wert.

Klicke darauf, logge dich mit deinen normalen WordPress-Zugangsdaten ein und du kannst das problematische Plugin deaktivieren, während alle anderen Plugins aktiv bleiben.

Wenn keine E-Mail ankommt

Leider kommt die E-Mail nicht immer an. Manche Hoster haben den E-Mail-Versand eingeschränkt, oder die Mail landet im Spam. In diesem Fall:

  1. Prüfe deinen Spam-Ordner
  2. Falls nichts ankommt, nutze die FTP-Methode aus Problem 2
  3. Deaktiviere das zuletzt aktualisierte Plugin per FTP (benenne den Plugin-Ordner um, du findest ihn im Ordner wp-content -> plugins)

Tipp: Falls du generell Probleme mit WordPress-E-Mails hast, empfehle ich dir das Plugin WP Mail SMTP, das E-Mails zuverlässig über SMTP versendet. Hier ist eine Anleitung für WordPress SMTP Probleme.

Debug-Modus aktivieren

Wenn du mehr Details über den Fehler brauchst, kannst du den Debug-Modus aktivieren:

  1. Öffne per FTP die wp-config.php
  2. Suche die Zeile define( 'WP_DEBUG', false );
  3. Ändere sie zu:
define( 'WP_DEBUG', true );
define( 'WP_DEBUG_LOG', true );
define( 'WP_DEBUG_DISPLAY', false );

Die Fehler werden dann in /wp-content/debug.log geschrieben.

Wichtig: Vergiss nicht, den Debug-Modus nach der Fehlerbehebung wieder auf false zu setzen. Im Debug-Modus können sensible Informationen angezeigt werden.

  • WordPress schickt eine E-Mail mit Recovery-Link an die Admin-Adresse
  • Der Wiederherstellungsmodus ermöglicht Zugang zum Backend trotz Fehler
  • Falls keine E-Mail ankommt: FTP-Methode nutzen
  • Debug-Modus zeigt detaillierte Fehlermeldungen

Problem 4: Memory Limit Fehler

Der Fehler „Fatal error: Allowed memory size of X bytes exhausted“ bedeutet, dass WordPress nicht genug Arbeitsspeicher zur Verfügung steht. Das passiert häufig bei größeren Plugin-Updates oder wenn du viele Plugins gleichzeitig aktualisierst.

Lösung: Memory Limit in der wp-config.php erhöhen

  1. Verbinde dich per FTP mit deinem Server
  2. Öffne die wp-config.php im WordPress-Hauptverzeichnis
  3. Suche nach der Zeile mit WP_MEMORY_LIMIT. Falls sie nicht existiert, füge sie hinzu.
  4. Füge folgende Zeile oberhalb von /* That's all, stop editing! */ ein:
define( 'WP_MEMORY_LIMIT', '256M' );

Bei ressourcenintensiven Websites oder großen WooCommerce-Shops kannst du den Wert auch auf 512M setzen.

Dein Hoster muss diese Möglichkeit bereitstellen. WordPress Hoster bieten dir hier meistens ein sehr hohes Limit, während Allgemeinhoster sehr einschränkend unterwegs sind.

Alternative: Memory Limit über die .htaccess erhöhen

Manche Hoster erlauben Änderungen auch über die .htaccess Datei, die du im Hauptverzeichnis deiner WordPress Installation findest:

php_value memory_limit 256M

Wenn es immer noch nicht klappt

Falls der Fehler nach der Erhöhung weiterhin auftritt, hast du möglicherweise das Maximum erreicht, das dein Hoster erlaubt. In diesem Fall musst du:

  1. Deinen Hoster kontaktieren und um eine Erhöhung bitten
  2. Oder auf ein besseres Hosting-Paket upgraden

Gute WordPress-Hoster wie die in meinem WordPress Hosting Vergleich bieten von Haus aus ausreichend Memory.

Zusammengefasst zum Memory Limit:

  • Der Fehler zeigt an, dass nicht genug Arbeitsspeicher verfügbar ist
  • In der wp-config.php das Limit auf mindestens 256 MB setzen
  • Bei WooCommerce oder vielen Plugins besser 512 MB
  • Wenn es nicht reicht: Hoster kontaktieren

Problem 5: PHP-Version Inkompatibilität

Manche Plugins benötigen eine bestimmte PHP-Version. Wenn dein Server eine zu alte oder (seltener) zu neue PHP-Version nutzt, kann das Plugin nach dem Update nicht mehr funktionieren.

Wie erkennst du das Problem?

Der Fehler sieht oft so aus:

  • „Parse error: syntax error, unexpected ‚?'“ (PHP zu alt)
  • „Fatal error: Call to undefined function xyz()“ (PHP-Funktion nicht verfügbar)

Lösung: PHP-Version prüfen und ändern

  1. PHP-Version herausfinden: Gehe in deinem WordPress-Dashboard zu „Werkzeuge“ → „Website-Zustand“ → „Bericht“ → „Server“. Dort siehst du die aktuelle PHP-Version. Eine detaillierte Anleitung findest du in meinem Ratgeber zur WordPress PHP Version anzeigen.
  2. PHP-Version ändern: Die meisten Hoster bieten in ihrem Kundenbereich die Möglichkeit, die PHP-Version zu ändern. Suche nach Einstellungen wie „PHP-Konfiguration“ oder „PHP-Version“, häufig ist sie auch bei der Bearbeitung der Domains zu finden.
  3. Aktuell empfohlen: PHP 8.3 oder 8.4. PHP 7.4 ist seit Ende 2022 nicht mehr supported und sollte vermieden werden.

Vor dem Ändern der PHP-Version empfehle ich dir, ein Backup zu erstellen. Manche älteren Plugins funktionieren mit neueren PHP-Versionen nicht mehr. In meiner Anleitung zur WordPress PHP Version aktualisieren erkläre ich den Prozess ausführlich.

  • Plugin-Updates können eine neuere PHP-Version erfordern
  • PHP-Version im Website-Zustand oder beim Hoster prüfen
  • PHP-Version über das Hoster-Panel ändern
  • Vor dem Wechsel immer ein Backup erstellen

Problem 6: Plugin-Konflikte

Manchmal vertragen sich zwei Plugins einfach nicht. Das kann nach einem Update passieren, wenn ein Plugin seine Funktionsweise oder den Code ändert und dadurch mit einem anderen kollidiert.

Falls du generell Probleme mit Plugins hast, schau auch in meinen Ratgeber zu typischen WordPress Problemen.

Wie findest du den Konflikt?

Methode 1: Mit dem Health Check Plugin (empfohlen)

Falls du noch Backend-Zugang hast, nutze das offizielle WordPress Plugin Health Check & Troubleshooting. Es bietet einen Troubleshooting-Modus, in dem du Plugins einzeln deaktivieren kannst, ohne dass es Besucher deiner Website betrifft. So findest du den Konflikt, ohne die Live-Seite zu beeinträchtigen.

Methode 2: Per FTP

  1. Alle Plugins deaktivieren per FTP (den Plugins-Ordner im wp-content Ordner umbenennen)
  2. Plugins einzeln aktivieren und nach jeder Aktivierung die Website testen
  3. Wenn der Fehler auftritt, hast du das erste Problem-Plugin gefunden
  4. Weitertesten, ob es allein oder nur in Kombination mit einem anderen Plugin Probleme macht

Häufige Konflikt-Kombinationen

  • Zwei Caching-Plugins gleichzeitig
  • Mehrere SEO-Plugins
  • Page Builder mit inkompatiblen Add-ons
  • Sicherheits-Plugins, die sich gegenseitig blockieren

Lösung bei gefundenem Konflikt

  • Plugin-Alternative suchen: Oft gibt es Plugins mit gleicher Funktion, die besser kompatibel sind
  • Entwickler kontaktieren: Melde den Konflikt beiden Plugin-Entwicklern
  • Eine Version zurückrollen: Nutze die vorherige Plugin-Version
  • Health Check Plugin nutzen für sicheres Troubleshooting ohne Live-Auswirkungen
  • Alternativ alle Plugins per FTP deaktivieren und einzeln wieder aktivieren
  • Den Konflikt identifizieren und dokumentieren
  • Alternative Plugins suchen oder Version zurückrollen
  • Entwickler kontaktieren mit Bitte um Hilfe

Problem 7: Fehlende Dateirechte

Wenn WordPress keine Schreibrechte auf die Plugin-Dateien hat, kann es keine Updates durchführen. Du erkennst das oft an Fehlern wie „Could not create directory“ oder „Unable to remove the old plugin“.

Die richtigen Dateirechte

WordPress benötigt folgende Rechte:

  • Ordner: 755
  • Dateien: 644
  • wp-config.php: 600 oder 644

Rechte per FTP ändern

  1. Verbinde dich per FTP mit deinem Server
  2. Rechtsklick auf den wp-content Ordner
  3. Wähle „Dateiberechtigungen“ oder „CHMOD“
  4. Setze den Wert auf 755
  5. Aktiviere „In Unterverzeichnisse einsteigen“ und wähle „Nur auf Verzeichnisse anwenden“
  6. Wiederhole den Vorgang mit dem Wert 644 und wähle „Nur auf Dateien anwenden“

Rechte über den Hoster ändern

Manche Hoster bieten im Kundenbereich ein Tool zur automatischen Korrektur der Dateirechte. Das ist der einfachste Weg, wenn verfügbar.

  • Ordner brauchen 755, Dateien brauchen 644
  • Per FTP oder über den Hoster anpassen
  • Nach Serverumzügen oft nötig
  • Bei Shared Hosting manchmal eingeschränkt

Problem 8: Update-Prozess unterbrochen

Du hast während des Updates den Browser geschlossen, der Server hatte einen Timeout, oder die Internetverbindung ist abgebrochen?

Dann ist das Plugin womöglich nur halb aktualisiert und in einem korrupten Zustand.

Lösung: Manuelles Update per FTP

1. Alte Plugin-Dateien sichern:

  • Verbinde dich per FTP
  • Navigiere zu wp-content/plugins
  • Benenne den Plugin-Ordner um, z.B. von woocommerce zu woocommerce-alt

2. Aktuelle Plugin-Version herunterladen:

3. Plugin entpacken und hochladen:

  • Entpacke die .zip-Datei auf deinem Computer
  • Lade den entpackten Ordner per FTP in wp-content/plugins hoch

4. Plugin prüfen:

  • Logge dich ins WordPress-Backend ein
  • Prüfe unter „Plugins“, ob das Plugin korrekt angezeigt wird
  • Aktiviere es falls nötig

5. Alte Dateien löschen:

  • Wenn alles funktioniert, lösche den umbenannten Ordner (woocommerce-alt)

Mehr zum manuellen Aktualisieren findest du auch in meinem Ratgeber WordPress Plugins aktualisieren.

Und keine Sorge, deine Einstellungen in dem Plugin verschwinden dadurch nicht!

  • Alte Plugin-Dateien per FTP umbenennen (nicht löschen!)
  • Aktuelle Version von wordpress.org oder Herstellerseite laden
  • Entpackten Ordner hochladen
  • Funktionalität testen, dann alte Dateien löschen

Problem 9: Premium-Plugin Lizenz abgelaufen

Bei Premium-Plugins wie WP Rocket, Elementor Pro oder vielen anderen benötigst du eine gültige Lizenz, um Updates zu erhalten. Wenn die Lizenz abgelaufen ist, schlägt das Update fehl.

Anzeichen für Lizenzprobleme

  • Fehlermeldung „Update nicht verfügbar“ oder „Lizenz ungültig“
  • Plugin zeigt Update an, aber der Download schlägt fehl
  • Meldung im Plugin-Dashboard über abgelaufene Lizenz

Lösung

  1. Lizenz prüfen: Logge dich auf der Website des Plugin-Herstellers ein und prüfe den Lizenzstatus
  2. Lizenz verlängern: Wenn die Lizenz abgelaufen ist, verlängere sie
  3. Lizenzschlüssel aktualisieren: Manchmal musst du den Lizenzschlüssel im Plugin erneut eingeben

Wichtig: Premium-Plugins ohne aktive Lizenz erhalten keine Updates, also auch keine Sicherheitsplugins. Das kann ein Risiko sein.

Überlege dir gut, ob du das Plugin weiter nutzen willst oder eine Alternative findest. Mehr zu WordPress Sicherheit allgemein findest du in meinem WordPress Sicherheit Ratgeber.

  • Lizenzstatus auf der Herstellerwebsite prüfen
  • Abgelaufene Lizenzen verlängern
  • Manuelles Update als Notlösung möglich
  • Ohne aktive Lizenz keine Sicherheitsupdates

So machst du ein Plugin Update rückgängig

Manchmal ist die einfachste Lösung, das Update rückgängig zu machen und auf eine stabilere Version zu warten. Das nennt man Rollback. Mehr Details findest du auch in meinem Ratgeber zum WordPress Downgrade.

Methode 1: Mit dem Plugin WP Rollback (empfohlen)

Das kostenlose Plugin WP Rollback macht den Prozess kinderleicht:

  1. Installiere und aktiviere WP Rollback
  2. Gehe zu „Plugins“ in deinem Dashboard
  3. Unter jedem Plugin siehst du jetzt einen „Rollback“ Link
  4. Klicke darauf und wähle die gewünschte frühere Version
  5. Das Plugin wird automatisch auf die ältere Version zurückgesetzt

Einschränkung: WP Rollback funktioniert nur mit Plugins aus dem offiziellen WordPress-Verzeichnis, nicht mit Premium-Plugins.

Methode 2: Manuell per FTP

Wenn du keinen Backend-Zugang hast:

  1. Alte Version herunterladen: Gehe auf die Plugin-Seite bei wordpress.org, klicke auf „Advanced View“ und lade unter „Previous Versions“ die gewünschte Version herunter
  2. Aktuelles Plugin ersetzen:
    • Verbinde dich per FTP
    • Lösche den Plugin-Ordner unter wp-content/plugins
    • Lade den entpackten Ordner der älteren Version hoch

Methode 3: Backup wiederherstellen

Wenn du vor dem Update ein Backup erstellt hast (und das solltest du immer!), kannst du auch einfach das Backup wiederherstellen. Das ist der schnellste Weg, wenn du UpdraftPlus oder ein ähnliches Backup-Plugin nutzt.

Wichtig: Behandle Rollbacks immer als temporäre Lösung. Ältere Plugin-Versionen können Sicherheitslücken haben. Sobald eine neue, stabile Version verfügbar ist, solltest du aktualisieren.

  • WP Rollback Plugin für einfaches Zurücksetzen nutzen
  • Manuell per FTP bei fehlendem Backend-Zugang
  • Backup wiederherstellen als schnellste Option
  • Rollbacks sind temporär, später auf neue Version updaten

Vorbeugung: So vermeidest du Update-Probleme

Die beste Strategie ist, Update-Probleme von vornherein zu vermeiden. Hier sind meine bewährten Tipps:

1. Immer ein Backup erstellen

Vor jedem Update, ob Plugin, Theme oder WordPress Core, solltest du ein Backup haben. Ich empfehle dir UpdraftPlus für automatische wöchentliche Backups.

2. Updates auf einer Staging-Umgebung testen

Viele gute Hoster bieten Staging-Umgebungen an, also Kopien deiner Website zum Testen. Probiere Updates dort zuerst aus. In meinem WordPress Hosting Vergleich findest du Hoster mit Staging-Funktion.

3. Nicht alle Plugins gleichzeitig updaten

Update ein Plugin nach dem anderen und prüfe zwischendurch, ob die Seite noch funktioniert. So findest du Probleme schneller.

4. Plugin-Changelogs lesen

Vor dem Update kurz in die Versionshinweise schauen. Wenn dort steht „Major Update“ oder „Breaking Changes“, sei besonders vorsichtig.

5. PHP-Version aktuell halten

Eine aktuelle PHP-Version (8.3 oder 8.4) sorgt für bessere Kompatibilität und Performance. Mein Ratgeber zur WordPress PHP Version aktualisieren zeigt dir, wie es geht.

6. FTP-Zugang griffbereit haben

Richte deinen FTP-Zugang ein, bevor du ihn brauchst. Im Notfall ist das dein Rettungsanker. Meine Anleitung zum WordPress FTP Zugang einrichten hilft dir dabei.

  • Vor Updates immer ein Backup erstellen
  • Updates einzeln durchführen, nicht alle auf einmal
  • Staging-Umgebung für Tests nutzen
  • Changelogs lesen, besonders bei Major Updates
  • FTP-Zugang einrichten und Zugangsdaten sicher aufbewahren

Wann du einen Profi brauchst

Es gibt zwei offensichtliche Gründe, warum du einen Profi hinzuziehen solltest:

  1. Du kennst dich technisch nicht so gut aus und fühlst dich nicht wohl mit Änderungen an Dateien und der Datenbank. Das ist völlig in Ordnung, nicht jeder muss ein Technik-Experte sein.
  2. Das Problem lässt sich nicht beheben trotz aller hier beschriebenen Schritte. Manchmal sind Fehler so tief verankert, dass professionelle Hilfe nötig ist.

Der einfachste Weg, damit du dich weiterhin auf dein Business fokussieren kannst, ist die Wartung an einen Profi abzugeben.

Daher biete ich dir WordPress Wartung ab 44 € pro Monat an. Ich kümmere mich um Updates, Backups und Sicherheit, während du dein Ding machst.

FAQ

Was bedeutet „Kurzzeitig nicht verfügbar wegen geplanter Wartungsarbeiten“?

Diese Meldung erscheint, wenn WordPress während eines Updates unterbrochen wurde und die .maintenance Datei nicht gelöscht werden konnte. Lösche die Datei per FTP aus dem WordPress-Hauptverzeichnis, um deine Seite wieder zugänglich zu machen.

Kann ich ein Plugin manuell updaten, wenn das automatische Update nicht funktioniert?

Ja, das geht. Lade die aktuelle Plugin-Version von wordpress.org oder der Herstellerseite herunter, lösche per FTP den alten Plugin-Ordner und lade den neuen hoch. Vergiss nicht, das Plugin danach im Backend zu aktivieren.

Wie finde ich heraus, welches Plugin das Problem verursacht?

Benenne per FTP den plugins Ordner um, dann funktioniert die Seite ohne Plugins. Benenne ihn zurück und deaktiviere einzelne Plugins nacheinander durch Umbenennen ihrer einzelnen Ordner. Sobald der Fehler wieder auftritt, hast du den Übeltäter gefunden.

Ist es sicher, ein Plugin auf eine ältere Version zurückzusetzen?

Als kurzfristige Lösung ja. Allerdings können ältere Versionen Sicherheitslücken haben. Nutze den Rollback nur temporär und aktualisiere, sobald eine neue, stabile Version verfügbar ist.

Warum bekomme ich keine Recovery Mode E-Mail von WordPress?

WordPress nutzt standardmäßig die PHP mail() Funktion, die bei manchen Hostern eingeschränkt oder nicht konfiguriert ist. Prüfe deinen Spam-Ordner. Für zuverlässigen E-Mail-Versand installiere ein Plugin wie WP Mail SMTP.

Wie viel Memory Limit sollte ich für WordPress setzen?

Für normale Websites reichen 256 MB. Bei WooCommerce-Shops oder ressourcenintensiven Plugins empfehle ich 512 MB. Das Maximum hängt von deinem Hosting-Paket ab.

Wie lange dauert ein WordPress Plugin Update normalerweise?

In der Regel 10-30 Sekunden. Bei großen Plugins mit Datenbank-Updates wie WooCommerce kann es einige Minuten dauern. Wenn nach 5 Minuten nichts passiert ist, liegt wahrscheinlich ein Problem vor.

Fazit

Ein fehlgeschlagenes Plugin Update ist ärgerlich, aber fast immer behebbar. Mit den richtigen Werkzeugen, vor allem FTP-Zugang und einem aktuellen Backup, kannst du die meisten Probleme innerhalb weniger Minuten selbst lösen.

Die wichtigsten Takeaways:

  • FTP ist dein Rettungsanker wenn du keinen Backend-Zugang mehr hast
  • Backups vor Updates sind Pflicht, nicht optional
  • Memory Limit erhöhen löst viele mysteriöse Fehler
  • Recovery Mode nutzen bei kritischen Fehlern (E-Mail prüfen!)
  • Rollbacks sind erlaubt als temporäre Lösung

Glaube mir, mit etwas Übung wirst du Update-Probleme routiniert beheben. Und falls du mal nicht weiterkommst, ist das auch kein Weltuntergang. Dann ist es Zeit, dir Hilfe zu holen.

Zum Abschluss eine Frage an dich: Welches Plugin-Update-Problem hat dir bisher am meisten Kopfzerbrechen bereitet? Hinterlasse deine Antwort in den Kommentaren!


Jonas Tietgen

Dein WordPress Ninja mit 10+ Jahren Erfahrung, Gründer von WP Ninjas und SEO Nerd.

Jonas hilft Solopreneuren, ihre WordPress Websites selber überarbeiten, pflegen und optimieren zu können.

Schon seit er 14 ist, baut er Websites mit WordPress und arbeitet seit Jahren täglich mit WordPress. Dadurch hat er Erfahrung mit so ziemlich jedem Theme und Plugin, kennt WordPress auswendig und toppt das Ganze mit einer Liebe zu Webdesign (inklusive Webdesign-Studium) und SEO.

In über 120 Tutorials stellt er dir in seinem Blog sein gesamtes Wissen zur Verfügung, erweitert dein SEO-Wissen in seinem Search Effect Podcast, sowie dem Keyword-Magic-Workshop und unterstützt dich in Coachings und über seinen beliebten Mitgliederbereich.

Abseits von WordPress nerdet Jonas gerne über Gesundheit ab, macht viel Krafttraining und weiteren Sport und baut immer wieder spannende Website-Projekte wie bambuslife.de oder wattlife.de auf.


4 Gedanken zu „WordPress Plugin Update fehlgeschlagen: Der komplette Troubleshooting Guide“

  1. Du schreibst:
    Kann ich ein Plugin manuell updaten, wenn das automatische Update nicht funktioniert?
    Ja, das geht. Lade die aktuelle Plugin-Version von wordpress.org oder der Herstellerseite herunter, lösche per FTP den alten Plugin-Ordner und lade den neuen hoch. Vergiss nicht, das Plugin danach im Backend zu aktivieren.

    Das ist so pauschal nicht richtig. Durch das Löschen des alten Plugin-Ordners geht auch anderes kaputt – selbst schon erfahren dürfen. Man kann auch ohne Löschen im WordPress-Backend die neue zip-Datei hochladen und aktivieren.

    Antworten
    • Moin Dieter,

      durch das Löschen eines Pluginordners geht nichts anderes kaputt. Die Einstellungen der Plugins liegen in der Datenbank und werden nur gelöscht, wenn das Plugin über das WP Backend gelöscht wird. Was ist bei dem Fall passiert, von dem du schreibst?
      Und klar, man kann das Plugin auch im Backend neu hochladen, aber eben nur, wenn man noch Zugriff auf das Backend hat.

      Grüße
      Jonas

      Antworten
    • Moin Dieter,

      wie würdest du empfehlen, Newsletter-Abonnenten einzusammeln? PopUps und Fullscreens haben leider nach wie vor die besten Eintragungsraten…
      Ich mag sie auch nicht, aber am Ende ist natürlich mein Blog Teil meines Businesses..

      Antworten

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