Jeder WordPress Nutzer kennt Pingbacks!

Du nicht?

Nun, vielleicht nicht diesen Ausdruck, aber die Funktion dahinter bestimmt!

Es geht um die E-Mail, dass du einen Pingback erhalten hast, beziehungsweise die Anzeige dessen in der Kommentarübersicht des WordPress Backends. Das bedeutet, einer deiner Artikel wurde irgendwo verlinkt und nennt sich Pingback.

Am häufigsten bekommt man diese Meldung, wenn man einen Artikel oder eine Seite erstellt, und eigene Artikel verlinkt. Das kann mit der Zeit ganz schön nerven, insbesondere, wenn viele Artikel geschrieben werden und auf eine gute interne Verlinkung Wert gelegt wird.

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In dieser Anleitung zeige ich dir, wie und auf welche Arten du die Pingbacks deaktivieren kannst!

Was ist ein WordPress Pingback?

Im Grunde genommen ist ein Pingback nichts anderes als eine Benachrichtigung darüber, dass eine deiner Seiten auf einer anderen Website verlinkt wurde. Es wird angezeigt, welche URL genau verlinkt wurde, du kannst also genau die Seite oder den Beitrag sehen. Wenn du irgendwo eine andere Website verlinkst, die ein Pingback unterstützendes System nutzt, wird der Websitebetreiber darüber benachrichtigt.

Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass sowohl auf dem System der verlinkenden, als auch der verlinkten Website die Pingbacks bzw. genauer gesagt die XML-RPC-Schnittstelle aktiviert ist. In WordPress ist die Pingback Funktion von Haus aus immer aktiviert.

Wenn du einen Pingback erhältst, erscheint er im WordPress Backend in der Kommentarübersicht. Wenn du ihn zulässt, wird er je nach Theme im Frontend oberhalb oder unterhalb der Kommentare angezeigt (oder auch manchmal gar nicht).

Was bringen die internen und externen Pingbacks?

Generell dienen Pingbacks mehreren Zwecken. Natürlich sind sie eine Hilfe, um über die Verlinkung einer eigenen Seite benachrichtigt zu werden. Zudem sorgen sie dafür, dass bei der Verlinkung einer fremden Website auch die eigene Seite zurück verlinkt wird, wenn der Pingback denn zugelassen wird.

Um den Nutzen von Pingbacks abzuwägen, gilt zwischen den internen und externen Pingbacks zu unterscheiden.

Interne Pingbacks entstehen, wenn du auf einer der Seiten (oder Beiträge) deiner Website der anderen Seiten dieser Website verlinkst. Beispielsweise, wenn du in einem deiner Artikel auf einen anderen deiner Artikel der Website verweist, um dem Leser mehr Informationen bereitzustellen.

Externe Pingbacks entstehen, wenn du auf einer deiner Seiten (oder Beiträge) eine andere Website verlinkst.

Ich finde es sehr praktisch, dass ich über die externen Pingbacks benachrichtigt werde, da ich so immer sofort erfahre, wenn ein anderer Websitebetreiber eine meiner Seiten oder einen Artikel von mir verlinkt hat. Zudem finde ich es gut, wenn die Betreiber der von mir verlinkten Websites eine Benachrichtigung darüber bekommen.

Allerdings nervt es sehr, dass WordPress auch bei internen Pingbacks eine E-Mail Benachrichtigung verschickt und den Pingback zudem in der Kommentarübersicht im Backend anzeigt.

Wer auf eine gute interne Verlinkung achtet, wird interne Pingbacks recht schnell hassen.

Es gibt allerdings mehrere Möglichkeiten, diese internen Pingbacks zu deaktivieren:

So deaktivierst du die Pingbacks

Es gibt Möglichkeiten, um sowohl alle Pingbacks, als auch nur die internen zu deaktivieren.

Ich persönlich würde nur die internen Pingbacks verhindern, da die Benachrichtigung über die Verlinkung einer anderen Website auf eine eigene URL doch sehr hilfreich und interessant ist.

Wie fast immer in WordPress gibt es sowohl Plugins, die diesen Job erledigen, als auch Codes und Einstellungsmöglichkeiten.

Ich empfehle dir, die Pingbacks per Code zu deaktivieren. Er ist einfach einzufügen und du sparst dir die Installation eines weiteren Plugins!

Deaktivierung ohne Plugin

Wenn du die Pingback-Funktion komplett abschalten möchtest, gibt es eine Einstellung dafür in WordPress. Möchtest du nur die internen deaktivieren, nutze am besten den unten stehenden Code.

Komplettes Abschalten von Pingbacks

Im WordPress unter „Einstellungen“ -> „Diskussionen“ gibt es zwei die Pingbacks betreffende Einstellungen:

Versuchen, jedes in Beiträgen verlinkte Weblog zu benachrichtigen (verlangsamt das Veröffentlichen)
Wenn du hier den Haken rausnimmst, werden von dir verlinkte Websites nicht über die Verlinkung benachrichtigt. Die Einstellung steuert also sowohl die internen als auch die externen Pingbacks.

Link-Benachrichtigungen von anderen Blogs (Pingbacks und Trackbacks) zu neuen Beiträgen ermöglichen
Hier bedeutet das Entfernen des Hakens, dass du nicht mehr über eingehende Pingbacks benachrichtigt wirst, weder über deine eigenen noch über die von externen Seiten eingehenden.

Einstellungsmöglichkeiten zu WordPress Pingbacks

Diese beiden Einstellungen steuern die WordPress Pingbacks global.

Beide Einstellungen beziehen sich nicht nur auf interne Pingbacks sondern global auf alle Pingbacks, auch die externen.

Interne Pingbacks per Code deaktivieren

Ich empfehle dir diese Vorgehensweise, um interne WordPress Pingbacks zu deaktivieren!

Um nur die internen Pingbacks zu erwischen und hierfür am besten kein weiteres Plugin zu installieren, gibt es einen einfachen Code.

Diesen Code musst du lediglich kopieren und in die functions.php Datei deines Themes einfügen (im besten Fall natürlich in einem Child-Theme, ansonsten geht der Code beim nächsten Theme-Update wieder verloren).

function no_self_ping( &$links ) {
    $home = get_option( 'home' );
    foreach ( $links as $l => $link )
        if ( 0 === strpos( $link, $home ) )
            unset($links[$l]);
}
 
add_action( 'pre_ping', 'no_self_ping' );

Deaktivierung per Plugin

Natürlich gibt es auch bei diesem Thema die Möglichkeit, das Problem mit der Hilfe eines Plugins aus der Welt zu schaffen.

Ich finde, hierfür ein Plugin zu installieren, obwohl man die selbe Lösung auch mit einem kurzen Code erreichen kann, ist absoluter Quatsch. Wenn du anderer Meinung bist, empfehle ich dir dieses einfache Plugin:

No Self Pings Plugin

Wenn du dir das No Self Pings Plugin installierst, musst du keinerlei Einstellungen treffen. Es funktioniert „out of the box“, also einfach aktivieren und gut ist. Trotzdem gibt es die Möglichkeit, unter „Einstellungen“ -> „Diskussionen“ unter „No Self Pings“ weitere URLs einzutragen, die nicht angepingt werden sollen. Praktisch ist das beispielsweise, wenn du mehrere Websites verwaltest und unter ihnen verlinkst.

Das Plugin funktioniert sowohl auf normalen WordPress Websites als auch auf Multisite-Installationen.

 

Mich persönlich nerven die vielen Benachrichtigungen, dass ich intern einen Artikel oder eine meiner Seiten verlinkt habe. Die internen Pingbacks oberhalb der Kommentare anzuzeigen finde ich auch nicht sinnvoll, daher ist diese Funktion bei mir deaktiviert.

Magst du die internen Pingbacks oder hast du sie lieber deaktiviert?

Teilen macht Freude!

  • David Goebel

    Danke Jonas,
    das war zwar nicht mein größtes Problem, aber schön, dass es eine einfache Lösung gegen Self Pings gibt.
    Sofort umgesetzt, spart jetzt Zeit und Frust.

    SinnSTIFTende Grüße,
    David

  • Roswitha Uhde

    Vielen Dank für die gute Erklärung und den Code, Jonas.
    Viele Grüße aus Berlin
    Roswitha

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