Wieso automatische Updates in WordPress gefährlich sind (und welche ich trotzdem empfehle)

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WordPress kann dir automatisch Plugins, Themes und auch WordPress selbst aktualisieren.

Das klingt zunächst nach einer zeitsparenden Maßnahme, in der Praxis kann ich jedoch aus Erfahrung empfehlen:

Nutze automatische Updates in WordPress nur, wenn du dich gut auskennst!

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Kurzübersicht: Wieso automatische Updates in WordPress gefährlich sind

Über welche automatischen Updates sprechen wir überhaupt?

In WordPress gibt es vier verschiedene Updates, die automatisiert werden können:

  • Alle WordPress Core Updates
  • Nur WordPress Core Sicherheitsupdates (Beispiel: 6.8.1 → 6.8.2)
  • Plugin Updates
  • Theme Updates

Grundsätzlich würde ich dir empfehlen, nur die WordPress Core Sicherheitsupdates zu automatisieren.

Bei ihnen besteht praktisch kein Risiko, dass etwas kaputtgeht.

Warum sind automatische Updates in WordPress gefährlich?

Du kannst automatische Updates nicht kontrollieren, die Reihenfolge nicht beeinflussen und vor allem bei Fehlern deine Website nicht sofort prüfen.

Lass uns kurz ein paar Gründe anschauen, weshalb ich dir automatische Updates nicht empfehle und sie sowohl auf meinen eigenen Websites, als auch auf den Websites meiner Kunden ausgeschaltet habe:

Updates können deine Seite kaputt machen

Bei jedem Update besteht ein kleines Risiko, dass etwas an deiner Seite kaputtgeht.

Das kann durch Probleme eines Plugins oder Themes passieren, durch das Zusammenspiel mehrerer Plugins, oder auch durch eine Inkompatibilität mit WordPress selbst.

Ein gutes Beispiel hierfür ist das Update auf WordPress 6.9.

Das WordPress Update hat ein paar Dinge im Code geändert, sodass einige Plugins ohne ein anpassendes Update nicht mehr sauber laufen würden.

Borlabs Cookie und WPML beispielsweise mussten vor dem WordPress Update aktualisiert werden, damit alles sauber weiterläuft.

Hättest du automatische Updates für WordPress aktiviert, wären in diesem Fall Probleme aufgetreten, wenn du eines dieser Plugins im Einsatz gehabt hättest.

Prüfung der Website wird schwieriger

Nachdem du Updates durchgeführt hast, solltest du immer deine Website prüfen.

Zunächst natürlich generell auf Erreichbarkeit, dann aber auch detaillierter, ob wichtige Funktionen noch sauber laufen.

Zu prüfen sind hier beispielsweise:

  • Formulare
  • Opt-Ins
  • PopUps
  • Anmeldungen
  • Käufe

Wenn Updates zweimal pro Tag automatisch auf deiner Website durchlaufen, wird es schwierig bis unmöglich, jedes Mal zu prüfen, ob alles noch sauber läuft.

Zudem laufen die automatischen Updates natürlich auch am Wochenende, wenn du krank oder im Urlaub bist.

Das macht es schwierig, alles rechtzeitig sauber zu prüfen.

🛠️ Wartung

🔒 Sicherheit

🚀 Performance

WordPress Wartung für deine Website

Ich übernehme deine Website-Wartung, sodass du nie wieder schwitzige Hände wegen WordPress-Updates oder Angst vor Fehlern auf der Website hast!

Ja, ich möchte die Wartung

Es sind häufigere Backups nötig, die Platz fressen

Für die meisten Websites von Freelancern, Coaches und KMUs reicht es locker aus, ein wöchentliches Backup erstellen zu lassen.

Wenn automatische WordPress-, Plugin- und Theme-Updates laufen, brauchst du im besten Fall ein tägliches Backup. So kannst du bei Website-Problemen auf einen aktuellen Stand zurückgehen.

Tägliche Backups fressen natürlich Platz. Selbst mit inkrementellen Backups könntest du bei größeren Websites schnell den Webspace vollmüllen.

Hier wäre die Lösung, einen ordentlichen WordPress Hoster wie WPspace zu wählen, der dir tägliche inkrementelle Backups anlegt, oder sie auf einem externen Cloud-Speicher zu sichern.

Die Suche nach Fehlern wird erschwert

Findest du heraus, dass deine Website einen durch ein Update ausgelösten Fehler aufweist, ist es mit automatischen Updates super schwierig, die Ursache herauszufinden.

Welches Update hat das verursacht? War es das Theme-Update oder doch eine Plugin-Aktualisierung? Und wenn es ein Plugin war, welches?

Die Fehlerquelle lässt sich bei manuellen Updates einfach schneller finden und beheben.

Diese automatischen Updates solltest du trotzdem nutzen

Wie schon im Intro geschrieben, würde ich dir empfehlen, nur die WordPress Core Sicherheitsupdates zu automatisieren.

Hier besteht ein sehr sehr geringes Risiko und in meinen über 12 Jahren Erfahrung ist durch so ein Update noch nie ein Fehler aufgetreten.

Sie sind zudem von Haus aus in WordPress aktiviert.

Es gibt auch Plugins, bei denen du automatische Updates aktivieren kannst:

Ich spreche von Plugins, welche die Funktionalität deiner Website nicht oder nicht kritisch beeinflussen.

Während ich das SEO-Plugin nicht automatisch aktualisieren lassen würde, würde ich beim Antispam-Plugin nochmal ein Auge zudrücken.

Ein Plugin zum Duplizieren von Seiten könntest du recht bedenkenlos automatisch aktualisieren lassen.

Allerdings macht es meiner Meinung nach auch keinen Sinn, ein paar wenige Plugins automatisch aktualisieren zu lassen, wenn man sowieso eine Update-Routine hat und (beispielsweise) wöchentlich alle Updates durchführt.

Eine Aktualisierung mehr oder weniger macht dann auch keinen Unterschied mehr.

Automatische Updates bei WooCommerce-Websites

Mach es nicht…

WooCommerce Shops mit täglichen Verkäufen sind zu wichtig, als dass du sie durch automatische Updates riskieren solltest.

Stell dir vor ein automatisches Update von WordPress oder WooCommerce sorgt plötzlich dafür, dass dein Checkout nicht funktioniert, und du bist gerade den ganzen Tag in Terminen.

Du bekommst das erst ein oder zwei Tage später mit, wenn sich ein netter Kunde meldet und dich darüber informiert…

Schon hast du zwei Tage an Umsatz verpasst.

Ich würde bei WooCommerce-Websites keine automatischen Updates laufen lassen.

🛠️ Wartung

🔒 Sicherheit

🚀 Performance

WordPress Wartung für deine Website

Ich übernehme deine Website-Wartung, sodass du nie wieder schwitzige Hände wegen WordPress-Updates oder Angst vor Fehlern auf der Website hast!

Ja, ich möchte die Wartung

Zum Abschluss eine Frage an dich:

Wie gehst du mit automatischen Updates um? Hast du sie aktiviert und wenn ja, für welche Plugins?


Jonas Tietgen

Dein WordPress Ninja mit 10+ Jahren Erfahrung, Gründer von WP Ninjas und SEO Nerd.

Jonas hilft Solopreneuren, ihre WordPress Websites selber überarbeiten, pflegen und optimieren zu können.

Schon seit er 14 ist, baut er Websites mit WordPress und arbeitet seit Jahren täglich mit WordPress. Dadurch hat er Erfahrung mit so ziemlich jedem Theme und Plugin, kennt WordPress auswendig und toppt das Ganze mit einer Liebe zu Webdesign (inklusive Webdesign-Studium) und SEO.

In über 120 Tutorials stellt er dir in seinem Blog sein gesamtes Wissen zur Verfügung, erweitert dein SEO-Wissen in seinem Search Effect Podcast, sowie dem Keyword-Magic-Workshop und unterstützt dich in Coachings und über seinen beliebten Mitgliederbereich.

Abseits von WordPress nerdet Jonas gerne über Gesundheit ab, macht viel Krafttraining und weiteren Sport und baut immer wieder spannende Website-Projekte wie bambuslife.de oder wattlife.de auf.


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