WordPress updaten leicht gemacht – Schritt für Schritt zum sicheren Update

Von Jonas Tietgen in WordPress Grundlagen

WordPress updaten

Hast du auch bei jedem WordPress Update ein schlechtes Gefühl?

Das Gefühl, dass deine gesamte Arbeit mit diesem einen Klick auf aktualisieren“ verschwinden könnte, für immer verloren…

Das muss aber nicht so sein! Wenn du deinen Blog vor dem WordPress Update sicherst, alle Updates der Themes und Plugins einspielst und erst dann auf „WordPress aktualisieren“ klickst, bist du auf der sicheren Seite.

In dieser Schritt für Schritt Anleitung werden wir zusammen WordPress updaten und vorher ein Backup anlegen, falls doch mal etwas schief gehen sollte.

WordPress Backup erstellen

Bevor wir uns überhaupt an das Update machen, musst du unbedingt ein Backup deines Blogs erstellen. Abgesehen davon, dass du sowieso regelmäßige Backups machen solltest, brauchen wir es als Sicherheit, sollte der Worst Case eintreten.

Am einfachsten lässt sich ein Backup mit der Hilfe eines Plugins erstellen. Natürlich geht es auch manuell, allerdings muss man sich hierfür schon etwas besser mit MYSQL Datenbanken auskennen.

Backup mit dem Plugin Duplicator

Mein persönlicher Favorit, um vor der WordPress Aktualisierung ein Backup anzulegen, ist das kostenlose Plugin Duplicator. Sobald du es installiert und aktiviert hast, kannst du mit nur wenigen Klicks ein komplettes Backup deines WordPress Blogs anlegen:

Über den Button Neu erzeugen beginnt der Backup-Prozess. Im ersten Schritt wird automatisch vom Plugin überprüft, ob dein Blog und Server alle Anforderungen erfüllen. Hier kannst du beispielsweise auch angeben, ob gewisse Verzeichnisse oder Dateien nicht in das Backup übernommen werden sollen. Ansonsten musst du hier keine Einstellungen vornehmen, und kannst einfach mit einem Klick auf Weiter fortfahren.

Wordpress updaten, Backup mit Duplicator
Scan mit dem Duplicator Backup Plugin

Nun werden dein Server, die Dateien und deine Datenbank gescannt und es werden dir mögliche Fehler oder Warnungen angezeigt. Warnungen können beispielsweise bei großen Dateien entstehen, oder bei Umlauten in Dateinamen.

Sollten hier Warnungen auftreten, musst du unterhalb der Box einen Haken setzen um zu bestätigen, dass du die Warnungen gesehen hast und trotzdem ein Backup durchführen möchtest. Werden dir keine Warnungen angezeigt, kannst du mit einem letzten Klick auf Erstellen das Backup starten.

Sobald das WordPress Backup vollständig ist, wird es auf deinem Webserver hinterlegt und du kannst über FTP darauf zugreifen, falls nötig. Du kannst zudem auch direkt nach dem Abschluss des Backups das Archiv herunterladen, das deine Datenbank und Dateien enthält und dazu noch den sogenannten Installer, den du für das Einspielen des Backups benötigst.

Checkliste

Die korrekte Update Reihenfolge

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Caching deaktivieren

Bevor du nun WordPress updaten kannst, solltest du das Caching deiner Seite deaktivieren. Wichtig ist das aus dem Grund, dass dein Caching Plugin nicht mit dem Updateprozess ins Gehege kommt.

Beispielsweise könnte die Wartungsseite, die während einem WordPress Update angezeigt wird, durch das Plugin in den Cache übernommen werden. Dadurch kann es passieren, dass dein Blog nach dem Update nicht richtig angezeigt wird.

Deaktiviere also dein Caching Plugin. Häufig ist das WP Rocket, Cachify, W3 Total Cache oder WP Super Cache.

Plugins und Theme updaten

Dieser Punkt wird dich jetzt sicherlich überraschen. Es ist wichtig, dass du deine Plugins und dein aktives Theme noch vor dem WordPress Update aktualisierst.

Das Problem, wenn du zuerst WordPress updaten möchtest ist, dass manche Plugins oder Themes nach einem WordPress Update nicht mehr funktionieren könnten. Um sicherzugehen, dass die Plugins und dein Theme mit der neuen WordPress Version klar kommen und du keine Funktionen verlierst, führe zunächst die Updates des Themes und der Plugins durch.

WordPress updaten

So, jetzt kommen wir zum wichtigsten Schritt: dem WordPress Update.

Wechsle jetzt in den aktualisieren Menüpunkt, starte die WordPress Aktualisierung und warte, bis sie abgeschlossen ist.

Bei größeren WordPress Updates wirst du nun noch zu einer Willkommensseite weitergeleitet und über Neuerungen informiert.

Überprüfe deinen Blog

Nach dem WordPress updaten, solltest du unbedingt alle Funktionen und das Layout deines Blogs überprüfen.

Öffne hierzu einfach deinen Blog und gehe die Seiten durch, auf denen verschiedene Funktionen genutzt werden. Beispielsweise also eine Seite mit einer Galerie, einem Portfolio, Kontaktormular oder Lightbox. Überprüfe nun, ob diese Dinge reibungslos funktionieren.

Danach führst du den selben Test noch einmal auf einem Mobilgerät, also Smartphone oder Tablet durch.

Wenn das Layout, die Inhalte und alle Funktionen nach wie vor uneingeschränkt funktionieren, hast du dein WordPress Update erfolgreich durchgeführt!


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Der nächste Artikel kommt bald 🙂

Lass deine Meinung da!


  1. Hi Jonas,

    bei mir kamen sämtlichen Warnungen beim Backup erstellen, wie auch auf deinem Screenshot. Als ich dann den Installer und das Archiv herunterladen wollte, kam die Nachricht: „Das Skript konnte nicht fehlerfrei ausgeführt werden.“ Die Logfiles sollen mir jetzt sagen, was das Problem ist. Wenn ja aber die Größe das Problem ist, was soll ich dann da machen? Kann ich das Backup dann irgendwie anders erstellen? Danke für deine Hilfe!

    LG Christina

    Reply

  2. Hey Christina,

    wie schon im anderen Kommentar empfohlen, führe deine Backups mit UpdraftPlus durch, dann sollte alles gut gehen 🙂

    Viele Grüße
    Jonas

    Reply

  3. Hallo,

    Ich müsste theoretisch auch bald eine Aktualisierung vornehmen. Hat es eigentlich irgendwelche Nachteile im Ranking oder so wenn ich WordPress nicht update mit einer fertigen bestehenden Website?

    LG Tobi

    Reply

  4. Hey Tobi,

    nein, Nachteile im Ranking hat es nicht direkt. Allerdings bist du sehr viel anfälliger für Infektionen und möglicherweise werden einige Plugins oder Themes nicht mehr funktionieren…

    Grüße
    Jonas

    Reply

  5. Lieber Jonas,

    ich habe mich erfolgreich 1 Jahr lang darum gedrückt mein WP zu updaten.
    Jetzt ist es geschafft und war erfolgreich- vielen lieben Dank für Deine Anleitung 🙂

    LG Julia

    Reply

  6. hello Jonas,

    der post ist zwar recht alt, aber ich versuche mein Glück trotzdem mal 🙂
    habe es lange vor mir hergeschoben, ich will WordPress updaten von 3.8 auf neuste – glaub 5.3 oder 5.4 … jetzt finde ich aber kein Theme, dass mit beidem zu recht kommt…
    Aktuell nutze ich pinpress und bin nicht sicher, ob ich es einfach riskieren soll und zur Not über die Datenbank das Template mit einem neueren Theme belegen kann…

    Was meinst du?

    Herzliche Grüße
    Sandra

    Reply

    1. Moin Sandra,

      gibt es für dein jetziges Theme keine Updates mehr? Wenn doch, installiere sie alle und aktualisiere dann (natürlich vorher ein Backup anlegen).
      Ansonsten sind die meisten Themes mittlerweile mit WordPress 5.x kompatibel, da hast du freie Auswahl 🙂

      Grüße
      Jonas

      Reply

      1. moin Jonas,

        vielen Dank für die schnelle Antwort!

        Nein, leider nicht es wurde seit 2013 nicht mehr aktualisiert: https://de.wordpress.org/themes/pinpress/

        D.h. also wenn ich mir ein neues drauf ziehe, und meine Seite aber einen 500 Internel Server Error spuckt, liegt es ja wohl am Theme, soll ich das dann ignorieren weil es nach dem WordPress Update wiederum kompatibel wäre mit der neuen WordPress Version? Oo

        Alle neuen Themes machen meien Seite down im Sinne von dem 500er Error / weiß nix geht mehr nicht mal der Admin ist erreichbar…

        Herzliche Grüße
        Sandra

        Reply

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