So bindest du den Facebook Pixel in WordPress ein

So bindest du den Facebook Pixel in WordPress ein

Teilen macht Freude!

Lesezeit: ca. 6 Minuten

Facebook Ads sind mittlerweile zu der am besten steuerbaren Werbung geworden, die man buchen kann. Die klare Zielgruppendefinition für gewisse Anzeigen zusammen mit der Möglichkeit, Websitebesucher einer gewissen Seite mit spezifischen Ads zu bespielen ist aus Marketing-Sicht einfach genial!

Ein kleines WordPress Hindernis beim Einsatz der Facebook Ads in stellt uns der für das Nachverfolgen der Seitenbesucher und Conversions (Zielvorhaben/Handlungen) nötige Facebook Pixel in den Weg. Denn um Seitenbesucher mit Ads zu bespielen, müssen sie natürlich zunächst mal getrackt werden.

Zudem möchte man die Werbung ja nicht nur an die Besucher ausspielen, sondern auch messen können, welche Anzeigen erfolgreich sind. Das erreicht man bei Facebook Ads mit den Standard- und Custom-Conversions. Für beide benötigt man den Facebook Pixel auf der eigenen WordPress Website.

Du benötigst also sowohl für das Ausspielen von Werbung an deine Seitenbesucher, als auch für das Tracking von Conversions den Facebook auf deiner WordPress Website!

In diesem Artikel zeige ich dir zwei Möglichkeiten, den Facebook Pixel Code in deine WordPress Website einzufügen.

Wieso du den Facebook Pixel auf deiner Website brauchst

Das hat mehrere Gründe, wie schon in der Einleitung geschrieben.

Zunächst einmal haben deine Ads eine sehr viel höhere Erfolgsrate, wenn du sie an Menschen ausspielst, die bereits auf deiner Website waren, dich somit also kennen. Um diese Leute zu erreichen, musst du sie über den Facebook Pixel auf deiner Website „einfangen“.

Wenn du den Erfolg deiner Ad-Kampagnen anhand von Zahlen festmachen möchtest (und nichts anderes zählt), dann benötigst du den Facebook Pixel, um die sogenannten Conversions, also die durchgeführten Handlungen und Zielvorhaben, zu verfolgen.

Was ist der Facebook Pixel eigentlich?

Nein, es ist kein grafischer Pixel, der irgendwo auf deiner Seite als einzelner Punkt erscheint 😉

Der Facebook Pixel ist nichts anderes als ein mehrzeiliger Code, ähnlich zu dem Google Analytics Tracking-Code. Und so sieht der Facebook Pixel aus:

<!-- Facebook Pixel Code -->
<script>
  !function(f,b,e,v,n,t,s)
  {if(f.fbq)return;n=f.fbq=function(){n.callMethod?
  n.callMethod.apply(n,arguments):n.queue.push(arguments)};
  if(!f._fbq)f._fbq=n;n.push=n;n.loaded=!0;n.version='2.0';
  n.queue=[];t=b.createElement(e);t.async=!0;
  t.src=v;s=b.getElementsByTagName(e)[0];
  s.parentNode.insertBefore(t,s)}(window, document,'script',
  'https://connect.facebook.net/en_US/fbevents.js');
  fbq('init', 'XXXXXXXXXXXXXXXX');
  fbq('track', 'PageView');
</script>
<noscript><img height="1" width="1" style="display:none"
  src="https://www.facebook.com/tr?id=XXXXXXXXXXXXXXXX&ev=PageView&noscript=1"
/></noscript>
<!-- End Facebook Pixel Code -->

Und so bindest du den Facebook Pixel in WordPress ein (drei Wege)

Viele Wege führen nach Rom (oder in diesem Fall zu Facebook).

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Facebook Pixel einzufügen. Ich zeige dir hier drei dieser Varianten.

Welche für dich am besten ist, hängt von deinem Können ab und dem Aufbau deiner WordPress Website.

Erstelle deinen Facebook Pixel

Zunächst einmal musst du deinen Facebook Pixel erstellen, damit du den Code von Facebook zur Verfügung gestellt bekommst. Pro Werbekonto kann nur ein Pixel erstellt werden, der im Anschluss auch nur noch bearbeitet, nicht mehr gelöscht werden kann!

Auch wenn du mehrere Websites besitzt, die du mit Facebook Ads bespielen möchtest, nutzt du für alle gemeinsam den selben Facebook Pixel.

  1. Rufe die Einstellungsseite für den Facebook Pixel im Werbeanzeigenmanager auf
  2. Wenn du noch keinen Pixel erstellt hast, klicke auf „Pixel erstellen“ und gib ihm einen Namen (nur für dich sichtbar)
  3. Natürlich musst du nun noch die Nutzerbedingungen akzeptieren
  4. Bestätige nun mit dem Klick auf „Pixel erstellen“

So, schon hast du deinen Facebook Pixel erstellt und kannst damit loslegen, ihn in WordPress einzufügen!

Einfügen via Plugin „Insert Headers and Footers“

Insert Headers and Footers Plugin
Das kostenlose Plugin „Insert Headers and Footers“ unterstützt dich beim Facebook Pixel.

Das kostenlose Plugin Insert Headers and Footers lässt dich ganz einfach Codes im Head- oder Footer-Bereich deiner Website einfügen. Es ist nicht nur für den Facebook Pixel geeignet, sondern auch für eigenes CSS, den Google Analytics Code und sämtliche weitere Codes, die in einem dieser Bereiche landen sollen.

Der Vorteil dieser Methode ist, dass sie sehr einfach funktioniert und du nicht in bestehenden Programmiercode eingreifen musst. Der Nachteil liegt klar auf der Hand: Du musst ein weiteres Plugin installieren.

Wenn du dich nicht mit Programmiercode rumschlagen möchtest oder kannst, empfehle ich dir auf jeden Fall diese Methode, denn du kannst das Plugin auch für weitere Codes nutzen.

Schritt für Schritt

  1. Installiere das Plugin „Insert Headers and Footers“ über das WordPress Backend
  2. Rufe die Einstellungsseite für den Facebook Pixel auf
  3. Klicke bei deinem Pixel oben rechts auf „Details“
  4. Nun findest du oben rechts einen Button „Einrichten“ und im sich daraufhin öffnenden Fenster den Link „Code manuell selbst einrichten“
  5. Kopiere den im Abschnitt „2“ stehenden Code (einfach darauf klicken)
  6. Navigiere in WordPress zu „Einstellungen“ -> „Insert Headers and Footers“
  7. Füge den kopierten Code im Feld „Scripts in Header“ ein und bestätige mit dem Button „Save“
Facebook Pixel mit Plugin in WordPress einfügen
So fügst du den Facebook Pixel mit dem Plugin „Insert Headers and Footers“ ein.

Einfügen über die header.php Datei

Bei dieser Methode benötigst du kein extra Plugin, sondern fügst den Facebook Pixel Code direkt in der Head-Datei deines Themes ein.

Da die header.php Datei beim Update deines Themes überschrieben wird, empfehle ich dir dringend, diese Methode nur in Kombination mit einem Child Theme zu nutzen!

Wenn du dein Theme wechselst, musst du auch den Code erneut in die header.php hinterlegen, auch wenn du ein Child Theme genutzt hast.

  1. Rufe die Einstellungsseite für den Facebook Pixel auf
  2. Klicke bei deinem Pixel oben rechts auf „Details“
  3. Nun findest du oben rechts einen Button „Einrichten“ und im sich daraufhin öffnenden Fenster den Link „Code manuell selbst einrichten“
  4. Kopiere den im Abschnitt „2“ stehenden Code (einfach darauf klicken)
  5. Navigiere mit Hilfe des Editors in WordPress („Design“ -> „Editor“) oder einem FTP Programm zu deinem Child Theme (wp-content -> themes -> XY Child) und öffne die header.php Datei
  6. Suche nach dem schließenden </head> Tag
  7. Füge den Pixel direkt vor dem </head> Tag ein
  8. Speichere die Datei
Facebook Pixel Code in header.php einfügen
So fügst du den Facebook Pixel manuell in die header.php Datei ein.

So testest du, ob der Facebook Pixel funktioniert

Nach dem Einfügen solltest du natürlich überprüfen, ob der Pixel korrekt eingebunden ist. Am einfachsten funktioniert das mit dem Facebook Pixel Helper Add-On für Google Chrome.

Facebook Pixel Helper Add-OnHast du es installiert, findest du oben rechts in Chrome ein neues Icon. Klicke es einfach an und in dem kleinen Fenster sollte dir nun angezeigt werden „One pixel found on…„.

Nach ein paar Tagen solltest du zudem in der Pixelübersicht auf Facebook schauen, ob Aktivität verzeichnet wurde. Dadurch kannst du sicher sein, dass die getrackten Besucher auch wirklich bei Facebook ankommen.

Facebook Pixel Aktivitätsübersicht
Wenn der Facebook Pixel Aktivitäten verzeichnet, wirst du sie in dieser Art angezeigt werden.

Der Facebook Pixel und die DSGVO

Im Rahmen der DSGVO wird es wohl schwierig bis unmöglich, Tracking Codes wie den Facebook Pixel weiterhin rechtssicher zu nutzen. Da die Formulierung in Bezug darauf aber wohl eher schwammig ist, muss abgewartet werden, welche Urteile hierzu gefällt werden.

Um den Facebook Pixel an die DSGVO anzupassen, müsste wohl im ersten Schritt ein Opt-In des Nutzers geschehen, in dem er oder sie aktiv Tracking Pixel zulässt. Andere meinen, eine Information darüber und ein Opt-Out sind ausreichend.

Klar ist, dass auf die Nutzung des Facebook Pixels ebenso wie die Nutzung anderer Tracking Codes in der Datenschutzerklärung hingewiesen werden muss. Eine Datenschutzerklärung im Rahmen der DSGVO kann beispielsweise mit dem eRecht24 Generator erstellt werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt kenne ich nur ein Plugin, dass einen ordentliches Opt-In zulässt. Das Borlabs Cookie Plugin kostet 19€ pro Seite. Bedenke dabei, dass somit wirklich nur mit der Zustimmung des Seitenbesuchers ein Tracking möglich ist und die meisten vermutlich sämtliche Tracking-Codes deaktivieren werden…

 

Hast du den Facebook Pixel schon eingerichtet und wie verfährst du in Betracht der DSGVO?

5/5 (2 Reviews)

Teilen macht Freude!

  1. Tolle Anleitung, Jonas. Die hätte ich schon vor ein paar Wochen gebraucht. 😉
    Ich baue alle Pixel inzwischen mit dem Plugin Tracking Code Manager ein. Das hat gleichzeitig den Vorteil, dass der viele Code nicht die Ladezeit verlängert.
    Viele Grüße aus Berlin
    Roswitha

  2. Hmmm… und der Datenschutz? Angesichts des aktuellen Hypes um die DSGVO wäre es cool, wenn du zumindest erklären würdest, worauf man achten muss, wenn man das Pixel rechtlich korrekt einbinden will.

    LG
    Jenny

    1. Moin Jenny,

      aktuell kenne ich nur eine ganz ordentlich aussehende Lösung zum Opt-In des Pixels. Ich habe das natürlich im Artikel ergänzt und werde ihn up-to-date halten, sobald es eine ordentliche Lösung gibt!

      Grüße
      Jonas

  3. Hallo Jonas,

    du schreibst, dass ein Pixel auch auf mehreren Webseiten eingebunden werden kann. Sind die Daten dann in der Statistik getrennt? Oder werden die PageViews aller Seiten zusammengeworfen (was natürlich sehr ungünstig wäre)?

    Viele Grüße
    Katharina

    1. Moin Katharina,

      nein, die Statistiken sind nicht getrennt. Du kannst aber natürlich Custom Conversions und eigene Zielgruppen anhand der URL erstellen.
      Wenn du es klar trennen möchtest, müsstest du über den Werbeanzeigenmanager ein neues Konto erstellen.

      Grüße
      Jonas

  4. Hallo, Habe gerade Deinen Bericht gelesen weil ich das Problem habe wenn ich den Pixel von Facebook im Header eingebettet habe funktioniert mein Google analytics nicht mehr. Habe dann versucht den Google code im Footer reinzutun, Hilft auch nicht. Ich dachte ich würde bei Dir die Lösung finden. Leider nicht, muss wohl weitersuchen. Oder gibt es gar keine Lösung, kann man nur eines von beidem benutzten?? Gruss Hans

    1. Moin Hans,

      ich würde dir eine ganz einfache Lösung vorschlagen:
      Da du aufgrund der DSGVO sowieso ein Opt-Out oder Opt-In einbauen musst, nutze am besten das Plugin „Pixelmate*„. Damit kannst du ganz einfach Google Analytics und Facebook Pixel einbinden, während gleichzeitig ein Opt-In / Opt-Out erstellt wird.

      Viele Grüße
      Jonas

  5. Vielen Dank für diese kleine Anleitung!
    Eine Frage habe ich allerdimgs noch:
    Ich habe den FB Pixel über das „Facebook Pixel“ Plug in instaliert.
    Ist es mit diesem Plugin auch so dass der Pixel auf allen Seiten funktioniert, oder muss ich ggf. zusätzlich auch noch mit dem Header Footer Plugin wie oben beschrieben arbeiten?

    1. Moin Sascha,

      in der Regel wird der Code automatisch auf allen Seiten eingebaut, ansonsten macht das Plugin auch keinen Sinn 🙂
      Du kannst das mit dem Facebook Pixel Helper Browser-Addon testen.

      Grüße
      Jonas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

WordPress Installation
Nächster Beitrag:

WordPress installieren - schnell und einfach zur eigenen Website

WordPress installieren - schnell und einfach zur eigenen Website